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Proteste gegen Waffenfirmen

Kreuzlingen/Konstanz – Zu Kundgebungen gegen Waffenfirmen kam es am Donnerstag in Kreuzlingen und Konstanz. Friedensaktivisten machen noch bis Samstag am Bodensee auf die regionale Rüstungsindustrie, Grenzpolitik und Flüchtlingsproblematik aufmerksam.

Rund 150 Menschen bei der Kundgebung auf der Konstanzer Marktstätte. (Bild: ek)

Rund 150 Menschen bei der Kundgebung auf der Konstanzer Marktstätte. (Bild: ek)

Die Proteste begannen am Donnerstag mit einer Kundgebung vor der Firma ATM im Konstanzer Business-Park. Darauf folgte ein Demonstrationszug zur Marktstätte, wo unter grossem Publikumsinteresse ebenfalls eine Kundgebung stattfand und Flüchtlinge ihre Geschichte erzählten.

In Kreuzlingen gab es um 16 Uhr eine Kundgebung vor der Firma Mowag. SP und JUSO Thurgau schlossen sich den Unterstützungsgruppen an und rufen auf, die Aktionstage solidarisch zu begleiten und für die Organisation zu spenden. Beide fordern die Umstellung auf zivile Produktion und für ganz Europa endlich eine gemeinsame Friedenspolitik – statt Kriegsmaterial zu exportieren, um sich dann über geflüchtete Menschen zu echauffieren. «Die friedliche und friedliebende Bodenseeregion hat besseres zu exportieren, als Kriegsmaterial», so Julian Fitze, Politischer Sekretär der SP Thurgau. Die Mowag hatte für die Kundgebung Teile ihres Firmengrundstückes zur Verfügung gestellt, damit die Demo etwas versteckt und nicht auf öffentlichem Grund stattfand.

Organisator Rex Ora (re.) und ein Mitstreiter diskutieren mit der Polizei vor der Mowag in Kreuzlingen. (Bild: tm)

Organisator Rex Ora (re.) und ein Mitstreiter diskutieren mit der Polizei vor der Mowag in Kreuzlingen. (Bild: tm)

Heute Freitag geht es nach Überlingen, wo es unter anderem ab 11 Uhr eine Kundgebung vor der Firma Diehl geben wird. Am Abend steigt ab 19 Uhr eine Party im Konstanzer Kulturladen, bevor die Aktionstage am Samstag um 14 Uhr mit einer Abschlusskundgebung auf der Marktstätte enden. Interessierte können sich  den Protesten anschliessen und am Aktionscamp im Konstanzer Cherisy-Areal teilnehmen. Hier begannen die  Aktionstage bereits am Mittwoch mit einer Konferenz zum Thema «Die Selbstbestimmung Geflüchteter im Schatten ehrenamtlichen Engagements».

Die Aktionstage «Fluchtursachen bekämpfen – Waffenexporte stoppen!» wurden von den Aktivisten des Vereins Flüchtlinge für Flüchtlinge initiiert und werden von zahlreichen Friedens- und Flüchtlingsinitiativen der Region unterstützt und mitorganisiert. Dabei wird über die regional ansässige Rüstungsindustrie, das EU-Grenzregime, die Auswirkungen deutscher Innen- und Aussenpolitik informiert sowie eine menschliche und gleichwertige Behandlung von geflüchteten Menschen eingefordert.

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