/// Rubrik: Kultur

Ein Leben für die Malerei

Tägerwilen – In der Tägerwiler Gemeindeverwaltung gibt’s neuerdings Werke eines regionalen Künstlers zu bestaunen. 45 Bilder des Malers Walter Hangarter sind dafür gehängt worden, 25 davon sollen nach der halbjährigen Ausstellung der Gemeinde geschenkt werden.

Philipp Mahler (v.l.), Hannelore Hangarter, Bettina und Jürg Rosenburg sowie Gemeindepräsident Markus Thalmann bestaunen die Werke Walter Hangarters. (Bild: ek)

Philipp Mahler (v.l.), Hannelore Hangarter, Bettina und Jürg Rosenburg sowie Gemeindepräsident Markus Thalmann bestaunen die Werke Walter Hangarters. (Bild: ek)

«Lebe, als stürbest du schon morgen», lautete Walter Hangarters Wahlspruch. «Er hat gemalt wie verrückt, fast schon manisch», berichtet seine Witwe Lore Hangarter. Ein Umstand, der sich nach seinem Tod 1995 in den zehntausend Gemälden und Skizzen widerspiegelte. Jede Landschaft musste festgehalten werden. «Du skizzierst schneller, als ich fotografiere», soll Meinau-Graf Lennart Bernadotte bei einer gemeinsamen Schwedenreise angemerkt haben.

Bettina Rosenburg hat das Leben des sich in Tägerwilen niedergelassenen Konstanzer Künstlers in einer Monografie nachgezeichnet. Ihr Mann, Jürgen Rosenburg, war jahrzehntelang mit Hangarter befreundet und schätzte seine Kunst ausserordentlich. «Nächtelang haben wir zusammen Bilder angeschaut und das ein oder andere hab ich dabei gekauft», erinnert er sich. So stammen die 45 Werke, welche nun im Gemeindehaus Tägerwilen zu sehen sind, aus Rosenburgs und Hangarters Sammlung. 25 davon sollen nach Ausstellungsabschluss im März 2016 an die Gemeinde übergeben werden. «Um die Bilder im richtigen Licht darzustellen, haben wir eine neue Beleuchtung installiert», sagt Gemeindepräsident Markus Thalmann, welcher sich in Zukunft weitere Ausstellung vorstellen kann. Zur Vernissage am Freitag, 2. Oktober um 19 Uhr, gibt es Musik, Apéro und eine kleine Ansprache.

Der Konstanzer Trichter detailliert nachgezeichnet von Walter Hangarter. (Bild: ek)

Der Konstanzer Trichter detailliert nachgezeichnet von Walter Hangarter. (Bild: ek)

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