/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Erdöl im Seeburgpark

Kreuzlingen – Eigentlich waren die derzeitigen Kernbohrungen im Seeburgpark dazu gedacht, die Umweltgefährlichkeit der Aufschüttungen zu untersuchen. Dabei bohrten die Wissenschaftler zu tief und legten eine Erdölblase frei, welche den Park verunreinigte. Fauna und Flora sind von den Verschmutzungen betroffen. Bereits sind Förderanfragen von Ölgesellschaften beim Amt für Umwelt eingegangen. Dieses überlegt sich hingegen, das erdölhaltige Gestein selbst mittels Fracking abzubauen.

Bereits werden Bohrungen durchgeführt, um zu erschliessen, wie gross das Erdölreservat ist und ob sich die Gesteinsformationen für «Fracking» eignen. (Bild: ek)

Bereits werden Bohrungen durchgeführt, um zu erschliessen, wie gross das Erdölreservat ist und ob sich die Gesteinsformationen für «Fracking» eignen. (Bild: ek)

Nun wird untersucht, ob es sich beim Erdölfund nur um eine kleine Blase oder  um ein grösseres Erdölreservat handelt. Gewiss ist jedoch, dass das umliegende Gestein damit öl- und gashaltig ist. Mehrere Ölförderfirmen wie Shell, Statoil und BP haben bereits ihr Interesse an Probebohrungen und Förderrechten bekundet, wie das kantonale Amt für Umwelt  auf Anfrage bestätigt.

Dieses reagierte zusammen mit dem Amt für Energie umgehend und veranlasste, den Sachverhalt mit eigenen Bohrungen genauer zu untersuchen (siehe Bild). Der Kanton überlegt bereits, eine staatliche Ölgesellschaft zu gründen. «Damit wäre der Kanton saniert und das laufende Sparprogramm  LÜP könnte aufgehoben werden», frohlockte ein hoher Regierungsvertreter.

Passend zum 1. April ist im Thurgau ein Gesetzt in Kraft getreten, welches den Einsatz der umstrittenen Öl- und Erdgasfördermethode «Fracking» erlaubt. Das Gesetz, welches die Nutzung des Untergrundes, etwa für die Geothermie, regelt, beinhaltet auch einen Abschnitt zum Fracking. Dabei wird Gestein mittels Wasser, Sand und chemischen Zusätzen unter hohem Druck aufgesprengt. Die Fördermethode steht wegen den Chemikalien in der Kritik. Umweltschützer sind besorgt, das gerade in der Nähe des Trinkwasserspeichers Bodensee giftige Chemikalien das Grundwasser verunreinigen könnten.

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11 Gedanken zu „Erdöl im Seeburgpark

  1. Heinz Müller

    Zum Wohlsein, ich lasse dann schon mal die Korken knallen! Es ist doch herrlich, wenn gerade „passend zum 1. April“ so ein neues, kantonales Fracking-Gesetz in Kraft tritt. Es steht uns also ein goldenes Petro-Zeitalter bevor. Freude herrscht! Und ich finde, die Umweltverbände müssen sich nun wirklich keine Sorgen wegen einer allfälligen Verschmutzung des Grundwasser-Reservoirs Bodensee machen. Durch den Verkauf des Öls wird die Stadt so unendlich reich werden, dass wir bei Bedarf die Trinkwasserversorgung einfach durch Perrier-Flaschenwasser ersetzen. Wir bauen ein grosses Reservoir neben der Kirche Bernrain, welches laufend mit in Tanklastwagen herangekarrtem Perrier befüllt wird. Ausserdem sollten die Pläne für das neue Stadthaus von Grund auf neu überdacht werden. Als Ölstadt darf man sich nicht lumpen lassen. Da muss schon einiges an Ebenholz, Mahagoni, Gold, Platin und Swarovski-Steinchen her. Ordentlich Bling-Bling eben. Ich lasse mir gleich mal ein paar Diamanten in meine Eckzähne einsetzen.

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    1. schiesser

      Nein, da wurde niemand „erwischt“. Der Teil mit dem Gesetz, stimmt nämlich (leider) . Nur der Fund im Seeburgpark war ein Aprilscherz.

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  2. Claudio Graf

    Für mich war das auf den ersten Blick ein Aprilscherz – aber dazu noch ein sehr, sehr schlechter. Diese Art von Scherz ist genau die, durch unsere Mainstream angestrengte Mind-Control = Manipulations-Presse, um die Menschen vor solchen Gefahren gleichgültig werden zu lassen. Dabei ist diese Zeitung mit dieser Art der Berichterstattung nahezu daran, mit Ihrem Scherz zur Beihilfe an Völker-Mord angezeigt zu werden. Das beweist aber erneut, wie unbewusst, wie gedankenlos, wie verantwortungslos und wie naiv die Schreiberlinge sind, welche Folgen solcher Berichte noch nicht einmal bedenken. Im Folgenden ein Link zu einem neusten Vorfall in Wayoming/USA: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fracking-us-studie-belegt-grundwasserverschmutzung-a-1084787.html und dessen Folgen. Falls die Schreiberlinge sich empören sollten über meine Wertschätzung, empfehle ich Ihnen, meine Damen und Herren, sich eher einmal Gedanken machen, welchen Werten Sie überhaupt in Ihren bemitleidenswerten Leben überhaupt nachleben und wie Sie die damit gebeutelte Welt Ihren eigenen Jungen einmal übergeben werden müssen. Die Anklage an diese Generation wird kommen, darauf können Sie sich verlassen, wie das Amen in der Kirche.

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    1. schiesser

      Ich verkneife mir hier eine Meinung über den Schreiber. Aber ich gebe zu bedenken, dass das Thurgauer Gesetz nicht von den Journaisten der Kreuzlinger Zeitung verabschiedet wurde. Von denen stammt nur der Aprilscherz mit dem Ölfund im Seeburgpark. Zudem: Weder mit der Berichterstattung über das kantonale Gesetz (das – leider – Fracking nicht grundsätzlich verbietet) noch mit einem Bericht über einen Ölfund – so es einen gegeben hätte – machen sich Journalisten der „Beihilfe zum Völkermord“ schuldig. 1. Weil es bisher keinen Völkermord durch Fracking oder Ölförderung gibt und man 2. deshalb auch keine Beihilfe dazu leisten kann. Auch wenn man über den syrischen Bürgerkrieg berichtet, macht man sich nicht des Mordes oder der Beihilfe zum Mord schuldig. Wenn niemand berichten würde, könnten Kriege, Umweltschädigungen etc. unter Ausschluss der Öffentlichkeit vonstatten gehen. Wäre Ihnen das lieber?

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  3. Thomas B.

    Von einigen Kreuzlinger Bürgern, wird am Tag zwei nach dem Erdölfund gemeldet, dass die als natürlich sprudelnde freigelegte Erdölblase bereits von einigen illegal in den Seeburgpark einfahrenden Öltouristen für die kostenlose Befüllung ihrer Autotanks genutzt wird. Fracking ist daher entgegen der Behauptung des Authors nicht nötig, da die Ölaustritte direkt an der Oberfläche an verschieden Stellen in der Nähe der durchgeführten Probebohrungen stattfinden. Gummischläuche und Handpumpen werden jedoch knapp im Coop Bau&Hobby Kreuzlingen. Weitere Bohranlagen werden bereits aufgebaut. Die Dieselpreise an den Kreuzlinger Tankstellen sind im freien Fall. Die Polizei ist noch nicht Herr der Lage…

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  4. Spada

    Der Aprilscherz gehört zu uns und es ist toll, wenn man wieder Lachen darf. Weiter so! Ich freue mich jetzt schon auf den 1.4.17!

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  5. Frakingegner

    Falls das ein aprill schertz sein soll finde ich das sehr schlecht mit solchen Meldungen ist nicht zu spaßen fraking ist verderblich was soll man eine presse noch glauben wenn sie bei so ernsten Themen Scherze macht

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