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«Werke die kaum einer zuvor sah»

Kreuzlingen – Von Komik in ausgeführter Abstraktion, über verspielte Erzählungen, bis hin zu trister Düsterkeit. Die gegenständliche Malweise von Ludwig Demarmels überrascht selbst Koryphäen der Kunstszene.

Helga Sandl

Danilo Clematide und Kuratorin Helga Sandl: « Rosenegg Museum als idealer Ort der Hommage an Ludwig Demarmels.» Bild: bf

Das Museum Rosenegg feiert in Zusammenarbeit mit dem Verein Ludwig Demarmels am Samstag, 11. März, die Vernissage der Sonderausstellung «Von Land und Leuten» , einer auserkorenen Auswahl der Werke des Schweizer Künstlers Demarmels.
Heidi Hofstetter, die in ihrem letzten Jahr als Museumsleiterin Gastgeberin einer Jubiliäumsausstellung zu Ehren des 100. Geburtstags des Romanshorner sein darf, ist gespannt auf die Ausstellung. Bis 23. April werden die Werke Rosenegg zu sehen sein. Zeitgleich zur Vernissage stellt der Verein das von ihm herausgegebene Buch «Ludwig Demarmels 1917-1992 – Worte treffen auf Bilder» vor. Die Buchpublikation ist, unabhängig von der Ausstellung im Rosenegg, eine weitere gelungene Hommage des Vereins an den erinnerungswürdigen Künstler.

Ludwig Demarmels

Ludwig Demarmels. Bild: zvg

Der Vereinspräsident, Danilo Clematide, und die Konstanzer Kuratorin Helga Sandl haben drei der Räume des Roseneggs in eine Reise durch das Leben des Künstlers verwandelt. Die Werkensammlung verspricht einen Einblick in die vielseitigen, mannigfachen Arten und Weisen Demarmels, alltägliche Geschehnisse in Kunst zu verwandeln. Sein aufmerksamer Blick für die Kleinigkeiten des Moments und seine nicht selektierende Wahrnehmung charakterisieren seine Malweise.
Neben klassischer Ölmalerei widmete sich der Kunstschaffende weiteren Stilen seiner Wahrnehmung Ausdruck zu verleihen, darunter fallen Plastiken, Druckgrafiken und Reliefarbeiten. Diese Werke nehmen bei der Ausstellung eine eher kleinere Rolle ein.
Ohne dem beiliegenden Interesse der Künstlerwitwe Roswitha Demarmels-Angehrn, an der fortführenden Erhaltung der Werke ihres verstorbenen Ehemanns, wäre dieses Jubiläumsandenken nicht möglich gewesen. Alle Ausstellungsstücke sind Demarmels-Angehrns Privateigentum und werden von ihr zur Verfügung gestellt.

In den Werken Demarmels wird sein offenes Weltbild und seine momentane Wahrnehmung mit unterschiedlichsten Atmosphären gekreuzt. Sein facettenreiches Repertoire an Alltagssituationen seiner drei vergangenen Wohnorte in der Ostschweiz, durchquert traditionelle Bräuche, bekannte Landschaftsdarstellungen und charmante Momentaufnahmen.
«Werke die kaum einer zuvor sah», so der Romanshorner Danilo Clematide, vereint mit Demarmels Klassikern bieten einen tiefen Einblick in die vielseitige, gekonnt künstlerische Bandbreite des 1992 verstorbenen Schweizer Künstlers.

Die Türen ins Rosenegg zur Doppelvernissage öffnen am Samstag, 11.März, um 19 Uhr. Ausserdem erwartet die BesucherInnen die musikalische Untermalung des Duo Janett und ein Apéro der Bündner Extraklasse.

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Ein Gedanke zu „«Werke die kaum einer zuvor sah»

  1. Danilo Clematide

    Dankeschön für den guten Artikel. Die Türen zur Ausstellung öffnen sich aber am Samstag, 11. März bereits um 15 Uhr; die Vernissage findet um 16 Uhr statt.

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