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Darf’s ein bisschen mehr sein?

Wasserball – Das neue Jahr hat dem SCK viele neue Gesichter und einen neuen Headcoach gebracht. Jetzt, wo die Heimspiele im Hörnli wieder losgehen, steigt das Team mit neuer Philosophie ins Titelrennen ein.

Die NLA-Mannschaft 2017 vom Schwimmclub Kreuzlingen. (Bild: Fotodesign Ilg)

Für einmal lässt sich ein Headcoach in die Karten blicken. Sein Motto lautet «T.E.A.M.», verriet Benjamin Redder, neuer Cheftrainer der NLA-Wasserballer, an der Pressekonferenz zum Start der Heimrunde: «Mehr Trainings, mehr Einsatz, mehr Auftreten, mehr Miteinander». Das Krafttraining absolvieren die Spieler nunmehr als Team. Sie erhalten mehr Leistungsdiagnostiken und spielen mehr Trainingsspiele. Durch den grösseren Kader entsteht mehr Konkurrenz und so ein höheres Leistungsniveau. «Jeder muss für seine Kappe kämpfen», verkündet Redder. Da alle Spieler in mindestens zwei Teams spielen – beispielweise SCK und Nati – haben sie mehr Spielpraxis.

Weiterhin wünschen sich die Verantwortlichen mehr mediale Präsenz und Zuschauer bei den Spielen. Plakate in der Stadt machen daher neu auf die Matches aufmerksam. Zusätzliche Events sollen den Sport begleiten. Daneben gelte es, die Zusammenarbeit nicht nur zwischen den Trainern der verschiedenen Mannschaften, sondern auch zwischen Schwimmen und Wasserball zu stärken, sagt Redder. Und den Draht zu den Schulen: Zehn Spieler pauken entweder in der PMS, dem SportKV oder an der NET.

Mit einem Durchschnittsalter von 21,3 Jahren hat Redder ein sehr junges Team. Neben den zwei Auslands-Profis Milan Petrovic und dem spanischen Center David Acosta ist niemand der 18 Spieler hauptberuflich Wasserballer. Auch der Trainer nicht: Er ist Sekundarlehrer mit einer 100-Prozent-Stelle. Die Kontinuität beim SCK ist beeindruckend: Der Headcoach kennt fast alle Spieler von früher, entweder als Teamkollegen aus der aktiven Zeit oder als ihr Jugendtrainer.

Ziel: Mindestens Finale
«Wir spielen, um zu gewinnen, und wollen ins Finale kommen», gibt Redder das Ziel für die Meisterschaft 2017 aus. Erste Gelegenheit, das junge und ehrgeizige Team in Aktion zu erleben, ist am 28. und 29. April, wenn erst Carouge Natation und dann Erzrivale Lugano ins Hörnli kommen. Freuen dürfen sich Wasserballfreunde ausserdem auf das Gipfeltreffen des Schweizer Wasserballs am 2. und 3. Juni, ebenfalls im Hörnli. Dann wird dort der Halbfinal des Schweizercups ausgetragen. Die 1. und die 2. Kreuzlinger Mannschaft haben sich qualifiziert, sodass ein Team auf jeden Fall schon im Cup-Final steht.

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