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Zusätzlich privat vorsorgen – der Schlüssel zur Altersvorsorge

Ratgeber – Zwar ist das Schweizer Vorsorgesystem im internationalen Vergleich überdurchschnittlich gut – trotzdem ist es wichtig, privat in die Altersvorsorge zu investieren. Denn dass die staatliche und berufliche Vorsorge ausreichen, um den Lebensstandard im Ruhestand aufrechtzuerhalten, wird immer unwahrscheinlicher.

(Symbolbild: Pictures of Money/Flickr.com)

Die Altersvorsorge in der Schweiz fusst auf drei Säulen: Die erste Säule stellt die obligatorische Alters- und Hinterlassenenversicherung dar, sie ist eine staatliche Versicherung, die der Existenzsicherung dient. Bei der zweiten Säule handelt es sich um die berufliche Vorsorge. Diese ist für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer obligatorisch, die mehr als 21’150 Franken jährlich verdienen. Die gezahlten Beiträge decken die Risiken Invalidität und Tod ab, ab einem Alter von 25 Jahren fliesst automatisch Geld in die Altersrente. Damit soll bei Renteneintritt der gewohnte Lebensstandard gesichert werden. Allerdings deckt die Absicherung aus der ersten und zweiten Säule lediglich einen etwa 60 Prozent des letzten Lohns ab – das ist in den meisten Fällen zu wenig, um genauso weiterleben zu können wie zuvor.

Ausserdem könnte dieser Prozentsatz weiter sinken. Denn der Anteil der Schweizer im Rentenalter an der Gesamtbevölkerung wächst stetig an – mehr Rentner bedeuten auch eine höhere Belastung für den Staat, sodass es in naher Zukunft zu Kürzungen der staatlichen Leistungen kommen könnte.

Auch aus diesem Grund wird die dritte Säule der Altersvorsorge immer wichtiger. Darin sind Möglichkeiten zur privaten Vorsorge zusammengefasst. Sie dienen dazu, mögliche Versorgungslücken zu schliessen und werden teilweise steuerlich begünstigt.
Steuervergünstigungen nutzen oder flexibel bleiben?

Unterschieden wird bei der dritten Säule zwischen der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) und der freien Vorsorge (Säule 3b). Erstere wird über Steuervergünstigungen staatlich gefördert, allerdings unterliegen die dafür zugelassenen Vorsorgeformen strengen gesetzlichen Regelungen. So kann das darüber angesparte Kapital im Normalfall nicht vor Erreichen des Rentenalters ausgezahlt werden. Die Steuerersparnis macht eine Investition in Säule 3a trotzdem lohnenswert, besonders wenn man einen hohen persönlichen Steuersatz hat.

Die freie Vorsorge ist, wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, weniger streng reglementiert – allerdings entfällt der Steuervorteil. Am Beispiel der Lebensversicherung werden in diesem Artikel die Unterschiede zwischen den Säulen 3a und 3b anschaulich dargestellt. Für welche Variante man sich am Ende auch entscheidet – eine Investition in die dritte Säule der Altersvorsorge ist wichtig, um den eigenen Lebensstandard im Rentenalter aufrechterhalten zu können.

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