/// Rubrik: Kultur | Topaktuell

Berührend, bewegend und grenzüberschreitend

Ermatingen – Das Jodel-Projekt des Männerchors Ermatingen zog Hunderte in seinen Bann.

Bilder: Werner Völker (Männerchor Ermatingen)

Zwei Kirchenmusiker, die sich vor einem Jahr kennengelernt haben, zwei Jodler, eine traditionelle Streichmusik und 35 singende Männer: Die Ausgangslage für das Projekt «I lueg ue i’d Berge» war spannend, für einen Dorfverein herausfordernd und in mehrfach grenzüberschreitend: Ein Bogen vom Toggenburg in den Thurgau, eine Verbindung romantischer Chorliteratur mit urtümlichem Jodel und ein Brückenschlag über die Landesgrenze. Beide Konzerte waren für Claus Biegert Heimspiele: Sowohl in der Konstanzer Lutherkirche, wo er als Kantor tätig ist, als auch in St.Albin in Ermatingen, wo er den Männerchor leitet, waren die Kirchenbänke bis auf den letzten Platz besetzt: Gegen 800 Besucher verfolgten an den beiden Konzerten aufmerksam Gesang, Jodel und Streichmusik sowie die von Peter Roth, Initiator der ‚Klangwelt Toggenburg‘, gestaltete Moderation.

Seine «Toggenburger Psalmen» gehörten ebenso zum Programm wie seine Neukomposition «Der du allein der Ew’ge heisst» (Text J. Klepper), die zur Uraufführung kam. Ebenfalls aus dem Toggenburg kommend, zogen die Brandhölzler Striichmusig in Originalbesetzung (Bass, Cello, zwei Geigen und Hackbrett) sowie die beiden Jodler Thomas Looser und Martin Herrsche das Publikum in ihren Bann. Die sichtliche Freude der Gastmusiker und der heimischen Sänger am Zusammenspiel und die spürbare Wertschätzung zwischen Komponist und musikalischem Leiter bewegten das Publikum, das mit stehendem Applaus und Kommentaren wie «Berührend und erfüllend» und «Gänsehaut pur» seine Anerkennung zum Ausdruck brachte.

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