Kreuzlingen – Die Grünliberalen des Bezirks Kreuzlingen (glp) treten an den Kantonsratswahlen im April erstmals mit einer eigenen Liste an. Spitzenkandidat ist Klemenz Somm, ehemaliger Fraktionschef der Grünen im Kantonsrat. - Stefan Böker
Die Kandidatinnen und Kandidaten der Grünliberalen Bezirkspartei (es fehlen Urs Baumberger und Josef Kesseli). (Bild: zvg)
«Als junge Partei haben wir bewusst darauf verzichtet, 22 Personen aufzustellen», berichtet Stefan Scheiwiller, Co-Präsident der glp Bezirk Kreuzlingen und Wahlleiter. Die elf Personen auf der Liste vertreten das breite Spektrum grünliberalen Gedankenguts sehr gut, betont Scheiwiller. Die Partei rechnet sich Chancen auf einen Sitz im Kantonsrat aus. «Sogar zwei sind möglich.»
Spitzenkandidat ist Klemenz Somm, Landwirt/Unternehmer aus Kreuzlingen (Schrofen) und ehemaliger Kantonsrat der Grünen. Auf dem zweiten Platz steht der Bezirks-Co-Präsident selbst. Stefan Scheiwiller ist Versicherungs- und Vorsorge-Berater und wohnt in Neuwilen. Die weiteren Listenplätze besetzen Werner Fritschi, stellvertretender Geschäftsführer der Thurbo AG aus Kreuzlingen; Sonja Stieglbauer, PR-Beraterin aus Bottighofen; Ramadan Kryeziu, Techniker aus Kreuzlingen; Alexander Benedix, Führungscoach aus Tägerwilen; Andreas Brunner, Techniker/Mechaniker aus Kreuzlingen; Urs Baumberger, Biolandwirt aus Raperswilen; Anette Good, Hotelfachfrau aus Kreuzlingen; Urs Röthlisberger, Tierarzt aus Bottighofen und Josef Kesseli, Betriebsleiter aus Kreuzlingen.
Besonders für eine vernünftige Verkehrsplanung wollen sich die Grünliberalen einsetzen. Auch die Raum- und Seeuferplanung oder der Schutz des Sees liegen ihnen am Herzen. «Wachstum ohne Zersiedelung», benennt Scheiwiller das Motto. «Es darf nicht wahllos in die Landschaft hinaus gebaut werden.» Auch in der Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Konstanz stecke noch viel Verbesserungspotenzial.
Was kann in Kreuzlingen verbessert werden? «Wir setzen uns für eine verursachergerechte Kostenverteilung ein», erklärt Klemenz Somm. Generell seien höhere Parkgebühren machbar. Parkplätze in Grenznähe am See sollten minimal analog zu den Gebühren im Lago sein. Im Gegenzug könnte das Radweg-Netz ausgebaut werden, findet der Kandidat der Grünliberalen Partei.
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