Handball – Der HSC Kreuzlingen hat sich seiner Pflichtaufgabe in überzeugender Weise entledigt. Im ersten Duell mit Aufsteiger und Schlusslicht Volketswil feierte der Leader mit dem 42:20 (18:8) den höchsten 1.-Liga-Erfolg seiner Clubgeschichte. Weil gleichzeit Verfolger Horgen in Uster verlor, ist der Vorsprung des HSCK sieben Runden vor Schluss auf bereits fünf Punkte angewachsen. - Markus Rutishauser
Die Mannschaft des Trainerduos Alexander Mierzwa und Frank Schädler ist derzeit nicht zu stoppen. Im einseitigen Vergleich zwischen dem Leader und dem Tabellenletzten feierte sie den 13. Sieg im 15. Punktspiel. Gleichzeitig war es der bereits siebte Vollerfolg in Serie. In eigener Halle haben die Hafenstädter überhaupt noch keine Punkte abgegeben und immer mit mindestens acht Toren Differenz gewonnen.
«Der heutige Gegner konnte uns nicht fordern. Insgesamt bin ich mit der Leistung meines Teams zufrieden,» meinte Spielertrainer Alexander Mierzwa nach der Partie. Der ehemalige deutschte Nationalspieler fügte aber gleich an, «dass wir dieses Spiel sofort abhaken und nach vorne schauen müssen.» Man wolle den 1. Platz unbedingt bis zum Schluss verteidigen, denn dieser garantiere in der Aufstiegsrunde zur Nationalliga B mit sechs Teams drei Heimspiele. Das ist bei der Heimstärke der Kreuzlinger definitiv ein Vorteil. Zurzeit scheint der HSCK die Leaderposition sicher im Griff zu haben, zumal die Verfolger schwächeln. Horgen kassierte gestern eine überraschende Niederlage in Uster. Damit ist der SV Fides St. Gallen bis auf einen Verlustpunkt an den als klarer Gruppenfavorit gestarteten Traditionsclub vom linken Zürichseeufer herangerückt.
Schnell entschieden
Die Kreuzlinger machten gegen den Aufsteiger ab der 4. Minute deutlich, wie die Kräfteverhältnisse aussehen. Trotz einigen Abschlussproblemen zu Beginn lagen die Gastgeber nach zehn Minuten bereits mit 6:1 vorne. Volketswil fand gegen die kompakte und physisch überlegene Abwehr der Einheimischen kein wirksames Mittel und durfte sich in erster Linie bei seinem besten Spieler, Keeper Remo Böhny, bedanken, dass der Rückstand vorerst nicht in die Höhe schnellte. Mit sechs Treffern in Serie vom 9:4 (14.) zum 15:4 (24.) legten die Kreuzlinger dann aber die Basis zur 18:8-Pausenführung. Volketswil konnte sich offensiv erst besser entfalten, als das Trainerduo des Leaders gegen Ende der 1. Halbzeit die halbe Mannschaft auswechselte.
In der ersten Viertelstunde nach der Pause pendelte sich die Vorsprung des Leaders bei 10 bis 12 Toren ein. Erst in den letzten gut 12 Minuten gaben die Kreuzlinger nochmals richtig Gas und liefen zahlreiche erfolgreiche Gegenstösse. Volketswil baute nun auch kräftemässig ab und kassierte am Ende doch noch eine 20:42-Kanterniederlage. So hoch hatte der Aufsteiger seit dem Startspiel gegen Horgen (23:45) nie mehr verloren. Als erfolgreichste Torschützen zeichneten sich bei Kreuzlingen Istvan Fekete (8/3), sowie Ligatopskorer Peter Schramm und Spielertrainer Alexander Mierzwa ( je 6) aus. Positiv zu erwähnen gilt es die offensive Ausgeglichenheit des Leaders: Nicht weniger als sieben Spieler erzielten vier oder mehr Treffer.
Ungeliebte Sonntagsspiele
Am nächsten Wochenende steht der HSC Kreuzlingen erst am Sonntag im Einsatz. Am Sonntag trifft der Leader in der Stadthalle Dietikon auf den Mittelfeldclub HC Dietikon-Urdorf. Gegen die Zürcher haben sich die Rot-Weissen in der Vergangenheit oft schwer getan. Die Aufgabe dürfte für den HSCK deshalb deutlich anspruchsvoller werden als in eigener Halle gegen den Tabellenletzten. Das nächste Heimspiel bestreiten die Kreuzlinger am Samstag, 11. Februar, gegen den aktuellen Tabellendritten SV Fides St. Gallen. Anpfiff zu diesem interessanten Spitzenkampf ist wie immer um 18.15 Uhr.
Kreuzlingen – Volketswil 42:20 (18:8)
Sportzentrum Egelsee. – 100 Zuschauer. – Sr. Keiser/Rottmeier. Strafen: je 3mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Lesko (ab 31. Buff); Bärtschi (1), Baumann (1), Briegmann (4), Fehr (4), Fekete (8/3), Fülöp (4), Göhringer (1), Mierzwa (6), Müller (5), Runge (2), Schramm (6).
Volketswil: Böhny (ab 31. Allenspach); Baroni, Cajochen (3), A. Hirzel (2/1), R. Hirzel (6), T. Hirzel (3), Parla, Pillot (2), Savoy, Tan (1), Ulli (3).
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