Bottighofen – Mit «My Fair Lady» bringt die Zentrumbühne Bottighofen in diesem Jahr erneut einen echten Broadway-Klassiker zur Aufführung. Die Vorbereitungsarbeiten sind bereits angelaufen. - Urs Tiefenauer
V.l.n.r.: Werner Spirig (Präsident), Astrid Keller (Regie) und Fritz Bruno Wirz (Produktionsleiter) mit dem Plakat der neuen Inszenierung.
Charmanter Witz und unvergessliche Evergreens wie «Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht» oder «Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühn ...» machten das Musical «My Fair Lady» weltweit zu einem der populärsten Bühnenwerke. Dass die Wahl einer neuen Produktion auf diesen Klassiker fiel, kommt bei der Zentrumbühne Bottighofen unter ihrem Präsidenten Werner Spirig nicht von ungefähr: Es ist die besondere Affinität zu Humor. Das Stück entspricht in Bezug auf die Leitung und die personelle Besetzung in weiten Teilen der letzten erfolgreichen Produktion «Kiss me Kate» und nicht zuletzt beruht «My Fair Lady» auf einer gut erzählten Geschichte mit auch heute noch aktuellem Inhalt, dem gesellschaftlichen Unterschied zwischen der Ober- und der Unterschicht.
Grosses Theater
Eliza Doolittle, ein einfaches Mädchen aus der Unterschicht, möchte bei Professor Henry Higgins Sprachunterricht nehmen, um ihre sozialen Aufstiegschancen zu erhöhen. Der Phonetikprofessor geht mit seinem Freund Colonel Pickering die Wette ein, dass er fähig wäre, das Blumenmädchen per Sprachunterricht so gesellschaftsfähig zu machen, dass er sie auf einem Ball als Herzogin ausgeben könne. So macht er seine Schülerin zu seinem wissenschaftlichen Objekt und quält sie täglich mit irren Sprachübungen – mit durchschlagendem Erfolg. Eliza erweist sich dank grossem persönlichen Ehrgeiz und Willen auf dem gesellschaftlichen Parkett schon bald als glanzvolle Erscheinung, die sich allerdings zunehmend vom fremdbestimmten Leben befreit. Zu spät bemerkt Higgins, wie sehr ihm doch sein Forschungsgegenstand eigentlich ans Herz gewachsen ist.
Professioneller Stab
Die Zentrumbühne Bottighofen setzt auf einen professionellen Stab mit bewährten Kräften: Die Regie der Bühnenproduktion obliegt Astrid Keller. Sie wird «My Fair Lady» für die Bedürfnisse des Zentrumbühne-Ensembles mit 15 SchauspielerInnen und vier Tanzgirls bearbeiten. Dem Orchester, bestehend aus Berufsmusikern, steht Andreas Bung als musikalischer Leiter vor. Für die Choreographie der Tanz-Szenen zeichnet Sonny Walterspiel verantwortlich. Als Kostümbildner neu mit dabei ist Joachim Steiner vom Stadttheater Konstanz. Das Ensemble besteht wieder aus vielen altbewährten Kräften. Die neuen AmateurschauspielerInnen und –sängerInnen wurden in einem Casting vom Stab ausgesucht.
15 Aufführungen
Die Theaterliebhaber können sich freuen, treffen doch die Verantwortlichen der Zentrumbühne mit ihren Inszenierungen regelmässig den Geschmack eines breiten Publikums. Geplant sind in dieser Theatersaison 15 Aufführungen ohne Verlängerung in der Zeit vom 15. November bis zum 15. Dezember.
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