Kreuzlingen – Priska Sieber ist neu im Amt als Rektorin der Pädagogischen Hochschule Thurgau. Sie übernimmt damit die Stelle des Gründungsrektors Ernst Preisig. Sieber will künftig ihre internationalen Beziehungen nutzen und die Zusammenarbeit mit weiteren Hochschulen vorantreiben. - Daniel Schaffhauser
Priska Sieber übernimmt das Amt des langjährigen Rektors Ernst Preisig. (Bild: zvg)
Rund 350 Gäste verabschiedeten den Gründungsrektor Ernst Preisig und hiessen dessen Nachfolgerin Priska Sieber willkommen. (Bild: zvg)
Unter dem Motto «grenzenlos und anderscht» verabschiedeten 350 Gäste den langjährigen Rektor Ernst Preisig. Die PHTG verdankt Preisig den Ruf als etablierte und vielseitig verankerte Hochschule mit Partnerschaften im In- und Ausland. Die neue Rektorin Priska Sieber, die unter anderem am Aufbau der Pädagogischen Hochschule in der Zentralschweiz beteiligt war, hat sich für ihre Amtszeit viel vorgenommen. «Die Aufbauarbeiten der PHTG sind abgeschlossen. Nun beginnen wir mit der Feinarbeit», betonte Priska Sieber bei ihrer Antrittsrede.
Grenzüberschreitendes Lernen
Ernst Preisig war seit der Gründung im Jahr 2003 darum bemüht, Unterricht über die Grenzen hinweg zu ermöglichen. Deshalb arbeitet die Pädagogische Hochschule Thurgau bereits seit einigen Jahren eng mit der Universität Kostanz zusammen. Auch Priska Sieber sieht in der Partnerschaft mit der benachbarten Universität viele Vorteile und will in Zukunft vermehrt mit weiteren Hochschulen in der Umgebung zusammenarbeiten. «Die PHTG hat mit der PH Zürich eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Wir informieren uns gegenseitig über laufende und geplante Aktivitäten in Forschung, Lehre sowie Weiterbildung und stimmen uns ab», sagte die neue Rektorin. Sieber verfügt durch ihre bisherigen Tätigkeiten an der PH Zug über sehr viele Kontakte auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Für ihr nächstes konkretes Vorhaben, das sich auf den Umgang mit unterschiedlichen Voraussetzungen der Lernenden bezieht, hat sie bereits viele Kontakte, die Sie für die Entwicklung an der PHTG nutzbar machen möchte.
Mangel an Lehrern
Im Kanton Thurgau ist der Beruf des Lehrers beliebt – vorwiegend aber nur bei Frauen. Dem will Priska Sieber entgegenwirken, indem die PHTG an der Attraktivität des Lehrberufs arbeitet. So werden in Zukunft die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) intensiv gefördert, die wissenschaftsbasierte Ausbildung gegen aussen ansprechender präsentiert und die Möglichkeiten zur beruflichen Entwicklung von Lehrpersonen besser kommuniziert.
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