Allensbach/Hegne – Eine brutale Vergewaltigung im vor Konstanz gelegenen Ort Hegne schockiert die Region. Nur 16 Stunden nach der Tat konnte die Kripo Konstanz einen Tatverdächtigen festnehmen – denn der mehrfach wegen Sexualdelikten Vorbestrafte war der Polizei bekannt und in einer Sexualstraftäter-Datei registriert. - Stefan Böker
Der Tatverdächtige, ein in Konstanz gemeldeter 43-jähriger Mann, war erst im November vergangenen Jahres aus dem Zentrum für Psychiatrie Reichenau entlassen worden. Ursprünglich stammt er aus dem Raum Hechingen. Das dortige Landgericht hatte den Deutschen bereits 1993 wegen sexueller Nötigung einer 14-Jährigen verurteilt. 2004 erhielt er eine achtjährige Haftstrafe mit Sicherungsverwahrung wegen Vergewaltigung. Zusätzlich sollte er sich einem Alkoholentzug in Reichenau unterziehen. Unter Alkoholeinfluss galt er als besonders gefährlich.
Gutachter prognostizierten ihm jedoch eine positive Entwicklung. Deswegen wurde der Sexualstraftäter entlassen, erklärte Oskar Schreiber, Leiter der Kriminalpolizei Konstanz, an einer Pressekonferenz am vergangenen Montag. Im Rahmen des KURS-Programms (Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern) sei der Mann überwacht worden. Dazu gehörten auch regelmässige Gespräche. Denn der Mann wurde als stark rückfallgefährdet eingestuft, Auflagen verboten ihm beispielsweise Alkoholkonsum.
So lief die brutale Tat ab
Videoaufzeichnungen belegen, dass der Verdächtige und sein Opfer den Zug am frühen Freitagmorgen in Radolfzell bestiegen und in Hegne verliessen. Der mutmassliche Täter und sein Oper seien sich davor nie begenet, sagte Staatsanwalt Christoph Hettenbach. Vor der Unterführung zur B33 zerrte der Mann die 23-jährige Frau auf eine Wiese und vergewaltigte sie brutal. «Sie muss Todesängste ausgestanden haben», verdeutlichte der Staatsanwalt. Die junge Frau überlebte die Tat, ist aber schwer traumatisiert und musste im Gesicht operiert werden. Der Angreifer trug lange, zu einem Pferdeschwanz gebundene Haare, beschrieb die Frau – so brachte sie die Beamten auf die Spur des Hechingers.
Da die Polizei über Aussehen, Gewohnheiten und Wohnort des Wiederholungstäters Kenntnis hatte, war es möglich, ihn festzusetzen. «Weder zu Hause noch bei seiner Freundin in Überlingen konnte er angetroffen werden. Per Telefon wurde er schliesslich auf den Posten bestellt», berichtete Hettenbach. Der Vorladung der Polizei kam dieser nach – und wurde gleich dabehalten.
Alle Indizien sprechen gegen den Tatverdächtigen. Er hatte Kratzspuren im Gesicht und an Händen und Körper, verwickelte sich in Wiedersprüche. In seiner Wohnung fanden Beamte frischgewaschene Kleidung, welche das Opfer beschrieben hatte, zudem einen Fussabdruck und die Verpackung von Medikamenten, wie sie vom Verdächtigen benutzt werden, am Tatort. Auf das Ergebnis des DNA-Tests wird noch gewartet.
Schweiz – Die nationalrätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) fordert ein Importverbot für Delfine und Wale. Das Conny-Land reagiert mit «grosser... »weiter
Kreuzlingen – Brigitte Waibel gibt nach 20 erfolgreichen Jahren die Leitung der Interessengemeinschaft Löwenstrasse ab. Der neue Koordinator Patrick Wiget will frischen Wind in... »weiter
Wasserball – Die Wasserball-Meisterschaft läuft auf vollen Touren. Dieses Wochenende stehen bereits zwei weitere Heimspiele im Kreuzlinger Hörnli auf dem Programm. Der... »weiter
Ärztebesucher w/ m Ostschweiz Sie betreuen in dieser sehr anspruchsvollen Tätigkeit, Grundversorger und Fachärzte und überzeugen diese mit Ihrem ... » Weiter