Kreuzlingen – upc cablecom, die grösste Kabelnetzbetreiberin der Schweiz, übernimmt die Stadtantenne Kreuzlingen AG. Die Kunden können weiterhin von den neuesten und leistungsfähigsten Produkten profitieren. - Kathrin Brunner
V.l.: Franz Menayo, Dr. J. Alexander Baumann, David Blatter und Frank Zelger. (Bild: kb)
Es ist eine beschlossene Sache: Sowohl die Stadt Kreuzlingen als auch die übrigen privaten Aktionäre haben ihre Aktien an upc cablecom – die langjährige Partnerin der Stadtantenne – verkauft. Am vergangenen Montag hat die Aktienübertragung stattgefunden. Im Anschluss gaben Franz Menayo, Geschäftsführer der Stadtantenne Kreuzlingen AG, Dr. J. Alexander Baumann, Verwaltungsratspräsident der Stadtantenne Kreuzlingen AG, Stadtrat David Blatter und Frank Zelger, Senior Vice President Customer Care & Services von upc cablecom, die Übernahme bekannt.
Technischer Wandel
«Die Anforderungen, ein Unternehmen wie die Stadtantenne Kreuzlingen erfolgreich zu führen, sind gestiegen», so J. Alexander Baumann. Neben ihm zählten die Bodan AG sowie die beiden Fachgeschäfte TV-Oeler & Beringer und Radio Hartmann zu den privaten Aktionären. Der technische Wandel und das nahende oder bereits erreichte Pensionsalter der Privataktionäre seien ausserdem Gründe, die zu dem Entschluss führten, eine Nachfolgelösung zu suchen. Und so freute sich Baumann darüber, dass cablecom als Käuferin gewonnen werden konnte.
Ein reger Wettbewerb
Somit wäre die Stadt, welche über die Technischen Betriebe Kreuzlingen (TBK) ebenfalls Mitaktionärin war, in der Minderheitsbeteiligung gewesen. Nach sorgfältigen Überlegungen entschloss sich auch die Stadt, ihren gesamten Anteil von einem Drittel an der Stadtantenne zu verkaufen. «Der Kommunikationsbereich ist ein freier Markt. Und auch in Kreuzlingen herrscht mittlerweile ein reger Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern», begründete Stadtrat David Blatter die Entscheidung. «Doch dieser Bereich ist nicht die Kernaufgabe der Stadt.» Eine gesamte Übernahme durch cablecom wurde daher als sinnvoll angesehen.
Die Stadt behält weiterhin das Recht, einen Fernsehkanal für eigene Zwecke – lokale Informationen, wie sie derzeit durch das Kreuzlinger Fernsehen ausgestrahlt werden – zu nutzen. Zudem wurde in den Vertragsverhandlungen festgehalten, dass der bisherige Auftritt der Stadtantenne Kreuzlingen AG sowie alle Arbeitsplätze vor Ort bestehen bleiben.
Investitionen sicherstellen
Auch Franz Menayo, Geschäftsführer der Stadtantenne Kreuzlingen AG, zeigte sich erfreut über die Übernahme: «Dank der Zugehörigkeit zum grössten Kabelnetzunternehmen der Schweiz haben wir auch langfristig Zugang zu den modernsten Technologien und Produkten, die wir unseren Kunden in Kreuzlingen und am Untersee anbieten können.» Dazu zählen zum Beispiel innovative Dienstleistungen wie «Video on Demand» (Kinofilme per Knopfdruck) oder zusätzliche digitale TV-Kanäle. Das bestehende Netz der Stadtantenne ist dafür bestens ausgerüstet. «Es ist auf dem neusten Stand», sagte Frank Zelger. Da sich die Technologien immer schneller entwickeln, seien mit upc cablecom auch die zukünftigen Investitionen in das Kabelnetz und die Produkte sichergestellt.
Kundenservice ausbauen
Für die Kunden bleibt aber alles beim Alten. Zusätzlich soll das lokale Kundennetz ausgebaut werden. So können die Kunden in der Region noch schneller und persönlicher beraten werden.
Kein Kommentar zum Preis
Was den Verkaufspreis betrifft, haben sich alle Parteien auf Stillschweigen geeinigt. David Blatter gab aber bekannt, dass der Erlös aus dem Aktienverkauf für Investitionen mit bleibender Wirkung verwendet werden soll. Investitionen in die digitale Kommunikationsinfrastruktur, die den eigenen Zwecken der TBK dienen, stehen dabei im Vordergrund. Dazu zählt die künftige Entwicklung im Bereich Smart Metering oder der intelligenten Stromnetze.
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