Uttwil – Die eidgenössische Initiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen» ist im Kanton Thurgau überflüssig. Der Thurgau zeichnet sich seit Jahrzehnten durch eine sorgfältige, ressourcenschonende Raumplanung aus und benötigt kein Bundesdiktat in Sachen Ferienwohnungen. - eingesandt
Gegen die Vorlage vom 11. März 2012 formiert sich deshalb ein Komitee mit den Partei- und Fraktionspräsidenten von BDP, CVP, FDP, glp und SVP. Entschieden gegen diese im Thurgau unnötige Initiative treten auch Gallus Müller, Präsident des Hauseigentümer-Verbandes Thurgau, Peter Schütz, Präsident Gewerbeverband, Peter Maag, Direktor Industrie- und Handelskammer, Hermann Hess, Verwaltungsratspräsident der Bodensee-Schifffahrt sowie die Ständeräte Brigitte Häberli und Roland Eberle an.
Die Raumplanung ist Sache der Kantone und der Gemeinden. Diese haben den Durchblick, was die lokale und regionale bauliche Entwicklung anbelangt. Eine undifferenzierte Obergrenze von Zweitwohnungen, wie sie die Initiative verlangt, lässt jegliche Berücksichtigung regionaler Besonderheiten vermissen und kann sich mit der Verlagerung in andere Gebiete gegenteilig auswirken. Das revidierte Raumplanungsgesetz hingegen greift dort, wo die «kalten Betten» tatsächlich ein Problem sind und ist daher weit wirkungsvoller als die Initiative. Das Thurgauer Komitee «Zweitwohnungsinitiative Nein» empfiehlt deshalb den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ein klares Nein.
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