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Die Planung braucht Zustimmung

Kreuzlingen – Das neue Stadthaus soll auf den Bärenplatz kommen (wir berichteten). Am kommenden Donnerstag wird der Gemeinderat die entsprechende stadträtliche Botschaft zur Weiterführung der Planung am neuen Standort beraten. Ausserdem traktandiert ist der Antrag, die Leistungsvereinbarung mit Kreuzlingen Tourismus weiterzuführen.

Am Stadthaus-Planungskredit von 450000 Franken ändert sich nichts. Dieser wurde am 15. Dezember vom Gemeinderat mit einem klaren Ja genehmigt. Jetzt geht es um den neuen Standort. «Da hätten wir selber die Planung nicht gewagt, obwohl der Bärenplatz schon immer der von uns favorisierte Ort war», rekapitulierte Stadtamman Andreas Netzle an der Pressekonferenz.

Nachdem die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) ihre Haltung zur Bebauung des Bärenplatzes im Lichte der baulichen Veränderungen, die seit der letzten EKD-Beurteilung aus dem Jahre 2011 in Kreuzlingen und besonders rund um den Bärenplatz geschahen, änderte, benötigt man jetzt nur die Zustimmung des Gemeinderates. In ihrem neuen Gutachten schreibt die EKD, sie halte es «nicht mehr für vordringlich, von Westen einen uneingeschränkten freien Blick auf die unter Bundesschutz stehende Kirche St. Ulrich zu bewahren.» Auf einem Freiraum zur Durchsicht vom Dreispitzpark auf St. Ulrich besteht die EKD.

Da man etwas Zeit durch die Änderung verloren habe, hofft der Stadtammann nun, dass die Planung nach dem zu erwartenden Ja des Gemeinderates wieder zügig Fahrt aufnimmt und Zeit gutgemacht wird. Synergien sind möglich, indem Stadthaus, Tiefgarage unter und Stadtpark auf der Festwiese sowie der Bushof gemeinsam geplant werden. Stadthaus und Tiefgarage werden auf jeden Fall zusammen realisiert, sagt der Stadtammann: «Das gibt nur eine Baustelle, das spart Kosten.»

Vorberatung positiv
In der vorberatenden Kommission Werke, Bau, Umwelt (WBU) wurde mit einer Enthaltung ein deutliches Ja für die Weiterführung der Planung mit neuem Standort gesprochen, berichtet Gemeinderats- und Kommissionspräsident Christian Forster. Er geht davon aus, dass es auch im Rat zu einem klaren Ergebnis kommen wird. Forster: «Die Meinung in Bern hat sich geändert. Die Haltung im Rat ist immer noch diesselbe.»
Über die Ergebnisse der Planung, sollte der Gemeinderat Ja sagen, wird letztendlich das Volk entscheiden.

Kreuzlingen Tourismus

Kreuzlingen Tourismus umfasst nach dem Entscheid der Sonnenecke-Gemeinden nur noch acht Mitgliedsgemeinden, darunter Münsterlingen. Dadurch und wegen anderer Faktoren müssen die Beiträge erhöht werden. Kreuzlingen soll jährlich 145000 Franken geben. Die restlichen Gemeinden teilen sich zusammen 55000 Franken. Ihr jeweiliger Einzelanteil wurde nach einem Schlüssel ermittelt, der unter anderem Einwohnerzahl und touristische Bedeutung vergleicht.    

Budget TBK
Das Budget 2013 der Technischen Betriebe (TBK) weist einen Überschuss von 261778 Franken aus. Das ist 1,2 Mio. Franken besser als im Vorjahr budgetiert. Hauptsächlichen Anteil daran hat die Sparte Elektrizität, die mit 292523 Franken im Plus rechnet. Die Strompreise bleiben im Kantonsvergleich weiterhin im unteren Drittel, betonte Stadtrat David Blatter. Investitionen: Im 2013 sind unter anderem circa eine Mio. Franken für neue Contracting-Projekte vorgesehen, zusätzlich ein Neukredit von 0,8 Mio. Franken zur Beteiligung an regionaler Energieerzeugung. Eine gute Nachricht bezüglich des Rechnungsabschlusses 2012 konnte Stadtrat Blatter ausserdem mitteilen: Dieser werde ganz sicher besser als erwartet. Ursächlich dafür seien Ableseverschiebungen sowie der Erlös vom Verkauf der Aktien der Stadtantenne.   

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