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«Ein Dorf ohne Laden geht nicht»

Landschlacht – Im Oktober teilte Stefan Egger mit, dass der «Landbueb» schliessen müsse. Doch die bestehende Kundschaft möchte den Dorfladen nicht missen. Egger will umstrukturieren und weitermachen.

Im Mai 2012 eröffnete Stefan Egger seinen Dorfladen an der Schulstrasse 21. Mit rustikalem Stil und Lebensmitteln aus der Region will er dort der Münsterlinger Bevölkerung das bieten, was sie anscheinend verlangt: die Möglichkeit, Dinge des täglichen Bedarfs im Dorf besorgen zu können. Ausserdem bietet er den Kunden den einzigen Postservice im Dorf. Nach nur fünf Monaten habe jedoch bereits festgestanden, dass der Betrieb sich nicht rentiere. Seine Schliessungsabsicht teilte der Dorfkrämer über die Medien mit. 

«Der Grund war klar zu wenig Kundschaft und dadurch der fehlende Umsatz», sagt Egger. Nun hat der «Urlandschlachter» aber wieder neuen Mut gefasst und will weiter machen. Er ist sich sicher, dass der Laden eine grosse Bedeutung auf der sozialen Ebene hat: «Ich möchte das Leben im Dorf erhalten und auch den wenig mobilen Personen eine Einkaufsgelegenheit bieten. Ein Dorf ohne Laden und ohne Post – das geht doch nicht.»

Klartext beim Apéro
Um die Stimmung zu testen, lud der Ladenbesitzer zu einem Apéro ein. Mit den rund 40 Gästen diskutierte er über das Bestehen des Ladens. «Vorwiegend waren Stammkunden gekommen. In einer freundlichen Besprechung wurden Wünsche aufgenommen, die Teilnehmenden konnten ebenfalls Kritik äussern», erzählt Egger. Erleichtert ist er darüber, dass auch Missverständnisse zur Sprache kamen und am Apéro richtiggestellt wurden:  «Ich konnte den Leuten, die bisher den Landbueb unterstützten, nochmals sehr danken, sowie ihnen auch klar machen, dass sie sich von keinen Vorwürfen betroffen fühlen müssen. Dies wiederhole ich an dieser Stelle auch nochmals gerne, da nicht alle Leute der Einladung folgen konnten und manche die Medienberichterstattung nicht verfolgten.»

Und wie geht es weiter?
Neben neu geregelten Öffnungszeiten soll die Auswahl im günstigen Preissegment vergrössert werden. «Dafür benötigen wir mehr Regale. Der Stil des Ladens wird aber bleiben», macht der Besitzer klar. Bis spätestens Ende November will er die  Umstellungen im Laden getätigt haben. Diese finden fortlaufend statt, der Laden bleibt immer geöffnet. Der kleine Neuanfang seines Dorfladens soll nach Abschluss der Umstell-Arbeiten mit einem Apéro gefeiert werden. Details gibt Egger noch bekannt.­­­­     

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