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Der Blick über den Tellerrand wird belohnt

Singen – Am vergangenen Freitag fand die Zertifikatsfeier für die Teilnehmer am XChange-Lehrlingsaustausch in Singen statt.

Reisen bildet – erst recht, wenn das Reisen Teil der Ausbildung ist. Insgesamt 150 Auszubildende aus Deutschland, Italien, Liechtenstein, Österreich, der Schweiz und dem Elsass waren in diesem Jahr mit dem XChange-Lehrlingsaustausch im benachbarten Ausland unterwegs. Am vergangenen Freitag hatten sich viele von ihnen noch einmal auf den Weg gemacht und waren zusammen mit ihren Ausbildern in die Bildungsakademie Singen gekommen, um im feierlichen Rahmen Zertifikate für ihren Mut und ihr Engagement entgegenzunehmen.

Jeweils für vier Wochen haben die angehenden Elektroniker, Kaufleute, Mechatroniker oder Köche Praxisluft im jeweiligen Partnerbetrieb geschnuppert. Möglich gemacht hat dies das Austauschprogramm XChange, das von der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) und der Arge Alp bereits im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde. «XChange ist ein Erfolgsmodell für die Regionen rund um den Bodensee», so Ministerialdirektor Rolf Schumacher. Er dankte im Namen der Landesregierung «allen Beteiligten, die den so gut funktionierenden internationalen Austausch von Auszubildenden ermöglicht haben. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, die Verlängerung des Projekts bis 2014 sicher zu stellen.» Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid hatte sich bei der Wirtschaftsministerkonferenz der Bodensee-Regionen im Juni 2012 für die Fortsetzung des Projekts ausgesprochen.

Raimund Kegel, Vorsitzender der Arbeitsgruppe «Grenzüberschreitende Berufliche Bildung» der Internationalen Bodensee Konferenz, betonte die Notwendigkeit, Jugendlichen bereits in der Ausbildung Auslandserfahrungen zu ermöglichen. «Der Blick über den Tellerrand wird in unserer vernetzten Arbeits- und Lebenswelt immer wichtiger», sagte Kegel. Damit erweiterten die jungen Leute nicht nur ihr fachliches Wissen und ihren persönlichen Erfahrungsschatz, sondern brächten auch Unternehmen diesseits und jenseits der Grenzen enger zusammen.

Hintergrund:
Träger des Austauschprogramms XChange sind die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) und die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp). Mitglieder dieser Organisationen sind die am Austausch beteiligten Länder und Kantone (Deutschland: Baden-Württemberg, Bayern; Schweiz: Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau, Zürich, Tessin, Graubünden; Liechtenstein, Österreich: Vorarlberg, Tirol, Salzburg; Italien: Lombardei, Südtirol; Frankreich: Elsass)

Zusätzliche Mittel kommen von der Europäischen Union. Diese unterstützt im Rahmen des Interreg-IV-Programms Aktivitäten, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Mobilität und die Qualifikation der jungen Arbeitnehmer fördern.

Projektziele:

  • Förderung der Europäisierung und Berufsausbildung in der transnationalen Mobilität
  • Verbesserung der Fähigkeiten und Kompetenzen junger Menschen in der beruflichen Erstausbildung
  • Verbesserung der Qualität der beruflichen Weiterbildung und des Zugangs zu dieser Weiterbildung.
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