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«Ich trete nicht zurück!»

Güttingen – Nach der Rücktrittsaufforderung erreichten Gemeindeammann Eugen Staub zahlreiche Interviewfragen. Da die Beantwortung jedoch eine zu grosse Belastung für seine Gesundheit wäre, hat er sich dazu entschieden eine Medienmitteilung zu schreiben. Diese lautet wie folgt:

«In den letzten Tagen wurde in den Medien viel über den Gemeinderat und den Gemeindeammann von Güttingen berichtet. Der Gang meiner Gemeinderatskollegin, meiner Gemeinderatskollegen an die Medien ist mir absolut unverständlich. Er erfolgte ohne jegliche Absprache mit mir.

Aufgrund der fortgesetzten gezielten Attacken bin ich momentan gesundheitlich angeschlagen. Ich gehe aber davon aus, dass ich meine Tätigkeit als Gemeindeammann bis Ende des Jahres wieder mit vollem Engagement aufnehmen kann.

Um dies ein für alle Mal klar zustellen: ich trete nicht zurück. Es kann und darf nicht sein, dass der Versuch, einen gewählten Volksvertreter während dessen krankheitsbedingter Abwesenheit aus dem Amt zu drängen, gelingt. Ein Rücktritt wäre der schlechteste Dienst an der Bevölkerung und der Gemeinde und ist schon aus diesen Gründen abzulehnen. Erleichternd kommt hinzu, dass ich von der Güttinger Bevölkerung in den letzten Tagen sehr viel Zuspruch erhalten habe, für den ich mich herzlichst bedanke. Diese Unterstützung gibt mir Kraft.

Es ist mein oberstes Ziel, dass in Güttingen Ruhe einkehrt und Gemeinderat und Verwaltung wieder funktionieren. Dazu ist es erforderlich, dass nicht in der Öffentlichkeit noch mehr Geschirr zerschlagen wird.

Ich darf aber doch darauf hinweisen, dass bis zum Ende der letzten Legislaturperiode sowohl die Rats- wie die Verwaltungsarbeit sehr gut funktionierten. Im Gemeinderat haben wir uns gesagt: so muss es weiterlaufen.
Die Verlautbarung des Gemeinderates erweckt weiter den Eindruck, dass die Personalabgänge durch mich verursacht worden sind. Das trifft nicht zu. Die Erörterung der Hintergründe kann jedoch nicht Gegenstand einer in den Medien ausgetragenen Debatte sein.

Aus grundsätzlichen und rechtlichen Überlegungen und vor allem, weil ich nicht in der Öffentlichkeit schmutzige Wäsche waschen will, werde ich weiterhin keine Fakten und Details zu dieser unerfreulichen Geschichte bekanntgeben.

Von meiner Kollegin und meinen Kollegen erwarte ich, dass sie sich jetzt und auch nach meiner Rückkehr loyal und engagiert für unsere Gemeinde einsetzen und die gute Zusammenarbeit, welche von 2007 bis 2011 bestand, wiederaufnehmen. Dazu sind grosse Anstrengungen und sicher auch qualifizierte externe Hilfe nötig. Ich habe dem Gemeinderatskollegium bereits vor dem Eklat vorgeschlagen, einen Teambildungsprozess einzuleiten. Dieser Vorschlag wurde damals leider abgelehnt. Noch ist es dazu nicht zu spät. An meinem Willen jedenfalls fehlt es weiterhin nicht.»

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