/// Rubrik: Artikel

Leicht niedrigerer Leerwohnungsanteil

Thurgau – Seit Jahren wird im Thurgau rege gebaut. Das zusätzliche Wohnungsangebot wird vom Markt problemlos absorbiert: Die Leerwohnungsziffer war Mitte 2012 mit 1,43 Prozent geringfügig niedriger als im Vorjahr. Insgesamt standen am Stichtag 1. Juni 2012 1’687 Wohnungen leer, davon standen 346 zum Verkauf und 1’341 zur Vermietung.

Trotz lebhafter Bautätigkeit war die Leerwohnungsquote im Kanton Thurgau Mitte 2012 etwas niedriger als im Vorjahr. Dies geht aus der soeben erschienenen Ausgabe des elektronischen Newsletters der Dienststelle für Statistik hervor.
 
Seit Jahren sinkt der Leerwohnungsanteil im Thurgau
Mit dem leichten Rückgang 2012 setzt sich der bereits seit Jahren anhaltende Trend sinkender Leerwohnungsquoten fort. Unterbrochen wurde dieser lediglich im Jahr 2011, als die Leerwohnungsziffer leicht angestiegen war. Noch tiefer als 2012 war der Leerwohnungsanteil im letzten Jahrzehnt nur im Jahr 2010 (1,38 Prozent).
 
Überdurchschnittliches Angebot leerstehender Wohnungen
Trotz des Rückgangs ist der Leerwohnungsbestand im Thurgau jedoch sowohl im Vergleich zur Schweiz (0,94 Prozent) als auch zu den umliegenden Kantonen umfangreich: im Kanton Schaffhausen liegt die Leerwohnungsquote bei 1,07 Prozent, im Kanton Zürich nur gerade bei 0,56 Prozent. Einzig im Kanton St. Gallen gab es am Stichtag Mitte 2012 mit 1,46 Prozent einen ähnlich hohen Anteil leer stehender Wohnungen wie im Thurgau.
 
Tiefe Leerstandsquote im Bezirk Kreuzlingen
Am angespanntesten ist der Wohnungsmarkt mit einem Leerwohnungsanteil von 1,0 Prozent im Bezirk Kreuzlingen. Allerdings hat sich der Markt im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas entspannt – Mitte 2011 waren im Bezirk Kreuzlingen noch weniger Wohnungen leer gestanden (0,7 Prozent). In den Bezirken Weinfelden und Kreuzlingen ist der Anteil leer stehender Wohnungen ebenfalls tiefer als im kantonalen Schnitt. Die höchste Leerwohnungsquote findet man mit knapp 2 Prozent im Bezirk Münchwilen.
 
Thurgau immer attraktiver für Neuzuzüger
Wie man dem elektronischen Newsletter der Dienststelle für Statistik weiter entnehmen kann, ist der Thurgau nicht nur für Zuzügerinnen und Zuzüger aus Deutschland attraktiv, sondern auch für «Familie Schweizer». Im Jahr 2011 war der Thurgau schweizweit der Kanton mit dem dritthöchsten Wanderungsüberschuss aus anderen Kantonen. Am häufigsten wird jedoch innerhalb des Kantons umgezogen. 2011 kamen 48 Prozent der neu in eine Thurgauer Gemeinde Zugezogenen aus einer anderen Gemeinde des Kantons Thurgau, 34 Prozent aus einem andern Kanton und 18 Prozent aus dem Ausland.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.