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Zebra Kino

Konstanz – Das Programm im Zebra Kino vom 15.-19. November.

Pieta
Mit brachialer Gewalt treibt LEE Kang-do für seine Auftraggeber Schulden ein. Säumige Schuldner macht er gnadenlos zu Krüppeln, um die Unfallversicherungssumme zu kassieren. Eines Tages begegnet dieser Unmensch einer Frau, die behauptet, sie sei seine Mutter. Anfangs weist der alleinstehende, mutterlos aufgewachsene junge Mann die geheimnisvolle Fremde schroff ab. Doch bald zieht sie bei ihm ein und bemuttert ihn. Die Fürsorge löst eine Art Läuterungsprozess bei Kang-Do aus, er gibt seine brutale Tätigkeit auf. Bis die Mutter plötzlich verschwindet.
 
Pieta ist ein Aufsehen erregendes Drama um Schuld und Sühne von KIM Ki-duk («Asiens Lars von Trier», Die Welt), dem international berühmtesten und vielfach preisgekrönten koreanischen Autorenfilmer. Bekannt für kontroverse Themen und drastische Bilder erforscht KIM die dunklen, oft abseitigen Aspekte zwischenmenschlicher Beziehungen im Spannungsfeld von Aggression und Libido. Vor allem aber ist der Film eine beissende Kritik am kaltherzigen koreanischen Turbokapitalismus. In Südkorea sterben mittlerweile mehr Menschen durch Suizide als durch Verkehrsunfälle.
 
Spieltermine:

  • Do, 15.November, 20 Uhr
  • Fr, 16. November, 21.15 Uhr
  • So, 18. November, 20 Uhr
  • Mo, 19. November, 21.15 Uhr

 
Image Problem
Satire, CH, 88 Min, (Einlass ab 18 Jahren, da von der FSK noch nicht bewertet), Regie: Simon Baumann und Andreas Pfiffner
 
Steuerstreit, Bankgeheimnis und ausbeuterische Rohstofffirmen: Die Schweiz hat ein Imageproblem. Doch keine Sorge. Simon und Andreas kümmern sich darum. Die beiden furchtlosen Filmemacher begeben sich auf eine einjährige Tour de Suisse, um das ramponierte Ansehen ihres Heimatlandes zurechtzurücken. Dabei treffen Simon und Andreas auf Sennen und Schrebergärtner, Journalisten und Touristen, Goldküsten-Villenbesitzer und zahlreiche irritierte Ausländer. In bester «Borat»-Manier entlarven sie Rassismus, Klischees und Vorurteile.
 
Die Satire feierte erst kürzlich auf dem Filmfestival in Locarno ihre Weltpremiere und löste dort grosse Kontroversen aus. Das Zebra Kino freut sich, den Film nach so kurzer Zeit nach Deutschland holen zu können. Denn welcher Ort wäre für eine solche Premiere besser geeignet als die Grenzstadt Konstanz-Kreuzlingen?
 
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=pf8NTETee0w
Mehr Infos: http://zebra-kino.de/2012/image-problem/

Spieltermine im Zebra Kino:

  • Fr, 16. November, 19 Uhr
  • So, 18. November, 21.15 Uhr
  • Mo, 19. November, 21.15 uhr

 
Ein Filmabend Mit Luigi Di Gianni
Sa, 17. Nivember, 20 Uhr

Zwischen den 1950er und 70er Jahren drehte der 1926 in Rom geborene Regisseur etwa 100 Dokumentarfilme, die sich mit der Kultur der Armut, der popularen Religion und der Modernisierung in Süditalien auseinandersetzen. Religiös motivierte Trance- und Ritualpraktiken, die vom Aberglauben bis hin zur Geistesbesessenheit reichen, kehren beständig wieder und untersuchen das Verhältnis von Bewusstem und Körperlichem. Dazu verlässt er manchmal den reinen Dokumentationsanspruch der Anthropologie und lässt das Medium selbst Forschungsansätze liefern, wenn es um «immaterielle und nicht-einsehbare Bewusstseinsbereiche» (Michaela Schäfer) wie Träume, Erinnerungen oder Imaginationen geht. Wir danken Albert Kümmel-Schnur von der Uni Konstanz für seine kühne Idee, Luigi di Gianni nach Konstanz einzuladen. Nun freuen wir uns darauf, einen der bedeutendsten Dokumentarfilmer und Ethnologen bei uns begrüssen zu dürfen.
 
Pünktchen und Anton (1999)
Deutschland 1999, 104 min, Buch & Regie: Caroline Link
So, 18. November, 17 Uhr

Pünktchen und Anton leben in unterschiedlichen Verhältnissen, haben aber beide ihre Probleme: Pünktchen wächst in reichem Hause auf, wird von ihren Eltern aber vernachlässigt. Anton und seine kranke Mutter hingegen leben an der Armutsgrenze. Doch ihre dicke Freundschaft hilft ihnen, jedes Abenteuer zu überstehen. Caroline Link verlegt in ihrer Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Erich Kästner die Handlung mühelos in das moderne München, ohne dabei das Herz der Geschichte zu vergessen.
 

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