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Eine herzliche und gefühlvolle Inszenierung

Bottighofen – «My fair Lady», die neuste Produktion der zentrumbühne bottighofen, hat die Feuertaufe mit Bravour bestanden. Das Premieren-Publikum zeigte sich unisono begeistert von der Mischung aus Tradition und Moderne. Das Ensemble unter der Regie von Astrid Keller weiss auch in diesem Jahr wieder vollends zu überzeugen.

Die Uraufführung des Musicals «My fair Lady» fand am 15. März 1956 im Mark Hellinger Theatre in New York statt. Die kostenaufwändig inszenierte Produktion mit Julie Andrews und Rex Harrison wurde begeistert aufgenommen. «My Fair Lady» lief in der Folge sechseinhalb Jahre am Brodway und brachte es auf insgesamt 2.717 Vorstellungen.

Die zentrumbühne bottighofen hat zwar lediglich 15 Aufführungen fix geplant. Der Aufwand aber ist für die Beteiligten, die alle neben dem Theater-Engagement einer geregelten Arbeit nachgehen, doch enorm. Und auch auf der Kostenseite hat man in diesem Jahr keine Mühe gescheut, beste Musical-Theater-Unterhaltung auf die Bühne zu bringen. Ein weiterer Vergleich, der sich ziehen lässt: Wie damals in den Fünfzigerjahren am Brodway wurde das Stück in Bottighofen an der Premiere begeistert gefeiert und mit Lob überhäuft.

Ein authentisches Spiel
Das Stück lebt von seiner hohen Qualität, beginnend bei der Tanzkapelle, die mit ihrem gefühlvollen Spiel dem Stück stets den nötigen Halt gab und die Gesangsstimmen der Darsteller auf der Bühne mit ihrer Intonation perfekt unterstütze. Die Hauptdarsteller in einem Ensemble, das eigentlich diesen Begriff nicht so mag, brachten sich persönlich so in das Stück ein, dass das Theaterpublikum bisweilen gerührt dem Spiel folgte und die leidvollen, tiefgründigen Szenen in voller Hingabe ganz still verarbeitete.

Umso empfänglicher waren die Zuschauerinnen und Zuschauer danach für die freudvollen und positiv rührenden Momente. Und genau darin liegt die hohe Kunst der Produktionsverantwortlichen, die es geschafft haben, eine authentische Aufführung auf die Bühne zu zaubern, eine Aufführung, die bewegt. Nicht minder wichtig für den durchschlagenden Erfolg der Produktion waren allerdings auch alle anderen Funktionen und Rollen, auf und neben der Bühne.

Tradition trifft Moderne
 Das eigentliche Ziel der zentrumbühne bottighofen, das Publikum während zweier Stunden bestens zu unterhalten, wurde mit «My fair Lady» mehr als erfüllt. Das traditionelle Musical mit seinen weltberühmten Evergreeens wurde gekonnt mit Elementen aus der heutigen Zeit verschmolzen. Auch gewisse Originalschauplätze wurden gezielt verlegt: Aus Ascott wurde St.Moritz, das Blumenmädchen Eliza kommt nicht aus Berlin, sondern aus Pristina. Bleibt schliesslich noch ein weiteres Element der Moderne, die Technik der LED-Beleuchtung, mit der das Bühnenbild eine einmalige Wirkung ausstrahlte.

Noch freie Spieldaten November/Dezember 2012
24./25./29./30. November;
1./7./8././9./13./14. Dezember.
Derniere: Samstag, 15. Dezember

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