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Amriswil setzt Duftmarke

Volleyball – 17. November Volley Amriswil besiegt den TV Schönenwerd auswärts nach hartem Kampf mit 1:3. Damit bestätigt Amriswil den dritten Platz in der Qualifikationsphase.

Am Samstag reiste Amriswil zum TV Schönenwerd, um sich für die Heimniederlage in der Vorrunde zu revanchieren. Die Solothurner gewannen die erste Begegnung mit 3:1 im Tellenfeld. Gespannt durfte man auf die Leistung von Pedro Luis Garcia Toribio sein, der bei der ersten Partie bei Schönenwerd noch fehlte. Zur Start-Sechs bei Amriswil zählten Herrera, Walzer, Brühwiler, Trevisan, Ljubicic, Alvarez und Raymond.

Schönenwerd beginnt das Spiel konzentrierter, das Stellungsspiel der Thurgauer stimmt nicht. Beide Teams schenken sich nichts. Rasch wird klar: Schönenwerd will mit allen Mitteln seine Negativserie beenden und Amriswil seine guten Lauf unter Beweis stellen. Die Kombinationen kommen besser, dann aber ein Gratisball zum 8:7 für Schönenwerd. Unsicherheiten bei Amriswil sind nicht zu übersehen, Bälle sind umkämpft, Toribio zum 12:8, Timeout durch Bettello.

Amriswil mit Kampfgeist
Mit grossem Kampfgeist bricht Amriswil die Defense von Schönenwerd. Dazu serviert Trevisan zwei Asse, Amriswil führt erstmals mit 12:13. Eine missratene Abnahme lässt Amriswil weiter jubeln. Schönenwerd kontert zum 14:14, Spannung im Raum, Amriswil wieder am Drücker zum 14:16. Das Spiel wogt hin und her, die Qualität hat sich mittlerweile gesteigert. Schnider spielt noch nicht gewohnt stark, dafür Toribio um so mehr. Ljubicic ist einmal mehr ein sicherer Wert mit einem Hammer durch die Mitte, 16:18. Amriswil spielt stärker am Service, so auch Cao zum 19:21. Die Solothurner bleiben dran, gleichen aus und Bettello nimmt ein Timeout. Viele Eigenfehler beider Seiten prägen neben ganz ordentlichen Spielzügen den Verlauf des Spiels. Plötzlich fehlt aber die Konzentration bei Amriswil und Schönenwerd führt mit 24:22, Satzball. Und schnappt sich diesen auch gleich, 25:22 für Schönenwerd. Schade, vier Punkte vor Satzende hat der Kopf bei Amriswil gefehlt.

Amriswil kann sich steigern
Der zweite Satz beginnt beherzt, Amriswil dann aber mit Missverständnissen. Geburtstagskind Schläpfer – im zweiten Satz für Brühwiler nun im Ring – bringt die 4:6 Führung. Die Konstanz bei Amriswil will noch nicht recht gelingen. Beide Seiten zeigen Nerven, spielen nervöse Bälle. 6:8 bleibt Amriswil vorne.
Dann wieder eine kurze Aufholphase von Schönenwerd, Punkte am Service durch Cao, 11:11. Jeder Punkt ist ein «Knorz», kein Fluss entsteht. Immerhin führt Amriswil mit 15:16. Die Begegnung wird definitiv zum Kampfspiel, in dem Amriswil mit Vorteilen und zum 17:19 vorlegt. Amriswil kann aber nicht davon ziehen. Schläpfer zum 22:23, dann Ass zum Satzball und Timeout Schönenwerd. Die Gastgeber wehren sich, gehen ans Limit, doch die hektische Schluss-phase bringt Amriswil mit 26:28 den verdienten Satzausgleich.

Doch auch der dritte Satz beginnt verhext. 5:2 zieht Schönenwerd davon. Zweimal Schläpfer zum Anschlusstreffer und Trevisan zum 5:5. Wieder einmal ist Schnider in dieser Partie mit dem Schiedsrichter im Gespräch und niemand weiss warum. Die ersten zwei Blöcke donnern ins Feld der Solothurner, Balsam. Vom 4:1 zum 5:8, das tut gut. Amriswil lässt Schönenwerd wieder zum Ausgleich gewähren. Walzer schafft das 19:20, danach spielt er ins Out. 21:21, die Szenen wiederholen sich. Satzball Amriswil, Timeout Schönenwerd, abgewehrt. Vorteil Mogli, 26:26. Schläpfer setzt den Schlusspunkt zum 26:28 und 1:2. Amriswil hatte Oberhand in diesem Satz, liess aber seinen Dreipunktevorsprung immer wieder schmelzen. Schläpfer zeigte auch in diesem Satz eine klare Linie und schlug wichtige Punkte.

Vierter Satz klare Sache
Der vierte Satz beginnt mit umstrittenen Bällen. Alvarez mit Fuss, Eichenberger zum Punkt. Dann plötzlich löst sich der Knopf, 4:8 für Amriswil. Schläpfer zieht weiter, Amriswil liegt sogar erstmals sechs Punkte in Front, 4:10, 6:12. Zu flach für Ljubicic, Block gegen Amriswil, 8:12. Cao mit Witz, Alvarez mit Hammer zum 9:16. Können sich nun die Thurgauer definitiv lösen? 10:18, Eichenberger kommt wieder aufs Feld und Schnider punktet. Mittlerweile ist der Vorsprung auf acht Punkte angewachsen. Alvarez zum 12:20. Schönenwerd mit drei Punkten in Folge. Schläpfer will aber heute mehr und donnert den Ball ins Feld. Der vierte Satz geht mit 19:25 deutlich an Amriswil – in der Schlussphase spielen auch Perler am Pass und Adrian Heidrich im Angriff.

Schönenwerd scheint in den ersten Durchgängen bereits an seiner Grenze gespielt zu haben und konnte nichts mehr drauflegen. Die Revanche ist mit viel Kampf und Ausdauer geglückt. Amriswil konnte sich von Satz zu Satz steigern, zum richtigen Zeitpunkt ins Spiel finden und den unangenehmen Gegner Schönenwerd schlagen. Der Start in die Rückrunde ist somit geglückt. «Ich bin zufrieden, wir haben nach zwei Wochen Pause eine wichtige Marke zu Beginn der Rückrunde setzen können, dabei ist es uns gelungen unser Spiel von Satz zu Satz besser aufzuziehen und die Fehlerquote laufend zu reduzieren», meint Dario Bettello nach dem verdienten Auswärtssieg.

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