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FDP lehnt Motion «Massvolle TKB-Löhne» klar ab

Thurgau – Die TKB ist ein staateigenes Unternehmen des freien Finanzmarktes, welches ohne staatlichen Schutz vor Wettbewerb (Ausnahme: beschränkte Staatsgarantie) seit vielen Jahren nachhaltig erfolgreich operiert. Keiner ist gezwungen, Kunde der TKB zu sein. Dennoch ist die TKB so erfolgreich, dass sie nicht nur kein Geld vom Staat braucht, sondern jährlich gegen 100 Millionen Franken Gewinn erwirtschaftet.

Die Ausschüttung an Kanton und Gemeinden beträgt rund CHF 45 Mio. pro Jahr. Die TKB stellt heute eine erhebliche Vermögensreserve des Kantons Thurgau dar.

Der unbestreitbare Erfolg der TKB im heute äusserst kompetitiven Finanzmarkt hat sein Fundament erstens in einem politisch gewählten Bankrat als Aufsichtsorgan, und zweitens in einer durch den Bankrat zielorientiert bestellten Geschäftsleitung, und drittens in einer klaren Eigentümerstrategie. Der unabhängige Bankrat übt seine anspruchsvolle Aufgabe schon seit vielen Jahren mit Erfolg aus. Unter den gegebenen Marktbedingungen hat er sich bei der Personalauswahl klug verhalten. Die Saläre des TKB-Managements liegen klar im unteren Bereich auf der Liste vergleichbarer Unternehmen der Finanzbranche. Für die FDP ist nicht nachvollziehbar, weshalb man in dieses funktionierende System plötzlich von aussen eingreifen soll und den Bankrat in seiner Kompetenz empfindlich einschränken will. Die TKB stellt mit ihren guten Ergebnissen und ihrer hervorragenden Kapitalausstattung eine Erfolgsgeschichte dar. Dies trotz der Tatsache, dass der Erfolg von Kantonalbanken alles andere als selbstverständlich ist, wie mehrere Beispiele zeigen.

Die Saläre der TKB-Spitze in irgendeiner Weise von staatlichen Salären im Bereich der Verwaltung abhängig zu machen, wäre ein irrationaler Schritt. Die erhoffte Einsparung stünde in keinem Verhältnis zum Risiko, welches man mit der öffentlichen Herabwürdigung der Stelleninhaber und allfällig einem erneuten Führungswechsel für das Führungsklima und den Erfolgskurs der TKB einginge. Die derzeit geplante Ausgabe von Partizipationsscheinen, zwingend verbunden mit der Börsenkotierung der TKB, verbietet zudem geradezu kategorisch die politische Einflussnahme auf die Lohngestaltung des Managements. Die Investoren wären verunsichert und würden ein solches Vorgehen sofort empfindlich strafen. Wenn der Grosse Rat als Eigentümervertreter das Unternehmen TKB unter allen Aspekten marktgerecht und erfolgreich geführt haben will, so lässt er am besten die Finger von dessen Lohnpolitik, um eine Schädigung der TKB und des Kantons zu vermeiden.

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