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Trinkwasserqualität unter ständiger Kontrolle

Thurgau — Die Leiter der Wasserwerke im Kanton Thurgau liessen sich in Aadorf an ihrer jährlichen Tagung über die Kontrollen ihres Produktes informieren. Während die Wasserqualität im Boden oder im Gewässer der Umweltgesetzgebung untersteht, ist es die Lebensmittelgesetzgebung, der das gefasste Trinkwasser zu genügen hat.

Das kantonale Laboratorium überwacht die Trinkwasserqualität durch amtliche Untersuchungen. Dabei steht die mikrobiologische Beschaffenheit im Vordergrund. In Schwerpunktsuntersuchungen werden auch Spurenstoffe wie Pflanzenschutzmittel, Arzneimittel und flüchtige chemische Verbindungen beurteilt.
 
Trinkwasser: Lebensmittel Nummer Eins
Als Lebensmittelbetriebe sind die Wasserversorgungen verpflichtet, die Wasserqualität zu überwachen und die Resultate zu publizieren. Trinkwasser im Thurgau stammt aus Grundwasser oder Quellen (20 Millionen Kubikmeter pro Jahr), oder aus dem Bodensee (13 Mio. Kubikmeter pro Jahr). 100 000 Menschen könnten aus dem Grundwasser des Thurtals versorgt werden. Verbundsysteme, wie die sich im Bau befindenden Verbindungen zwischen dem Bodensee und dem Thurtal, vergrössern die Versorgungssicherheit mit sauberem Wasser im Thurgau beträchtlich. Die Arbeiten an diesem wohl grössten Verbund verlaufen plangemäss.
 
Proben auch aus dem Grundwasser
Auch das Grundwasser wird regelmässig auf seine Qualität hin untersucht, vor allem jenes, das gefasst zu Trinkwasser werden soll. Damit beauftragt ist das Labor des Amtes für Umwelt. Routinemässige Untersuchungen stellen fest, ob die Qualität betreffend Nährstoffgehalt, Gehalt an Pflanzenschutzmitteln oder Kohlenwasserstoffen auf dem geforderten tiefen Niveau ist. Projektspezifisch wird auch nach anderen Stoffen, z.B. Rückständen aus Arzneimitteln, untersucht.
 
Spurenstoff-Konzentration überwachen
Moderne Messmethoden und hochentwickelte Geräte erlauben die Bestimmung von Spurenstoffen in minimisten Konzentrationen. Die Lebensmittelgesetzgebung enthält dazu allerdings wenig detaillierte Toleranz- oder Grenzwerte. Gerade deshalb ist es wichtig, die Entwicklung der Fremd- und Spurenstoffe genau zu überwachen. Aus Sicht der Branche ist der entsprechende Leitfaden des Bundesamtes für Gesundheit ein pragmatischer Ansatz.

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