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«Wer sich im Alter keine Aufgabe gibt, der gibt sich selbst auf»

Kreuzlingen – Beim ersten Pensionierten-Anlass am Mittwochabend im Dreispitz, erfuhren die Gäste Spannendes übers Älterwerden und was sie Sinnvolles mit ihrer Zeit tun könnten.

Kreuzlingen. Begrüsst wurden die Gäste durch einen Auftritt des Popchors 60plus, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Musik aus ihrer Jugend wieder aufleben zu lassen. Nach dem kleinen Konzert hiess dann Stadtammann Andreas Netzle die Pensionierten im Dreispitz willkommen. Er bedankte sich bei ihnen, im Namen der Stadt und der ­­­­ganzen aktiven Gemeinde, für die Steuern, aber auch für alles andere, was sie in der Vergangenheit für die Gemeinschaft geleistet haben. Er wollte sie jedoch auch dazu ermuntern, weiterhin etwas aus ihrer Zukunft zu machen.

Anschliessend hielt Prof. Dr. phil. Helmut Bachmaier ein Referat zum Thema «Alter hat Zukunft». Er erklärte, dass man sich selber nicht aufgeben sollte. «Die Persönlichkeit entwickelt sich noch bis ins hohe Alter weiter», weiss Bachmeier. Die Lernkompetenz sei noch immer vorhanden, bloss mangele es meist an der Motivation. Oft benutze man einfach die Ausrede: «Dafür bin ich zu alt.» Es sei ausserdem wichtig, sich selbst eine Aufgabe im Alter zu geben. «Etwas oder jemanden worum man sich kümmern kann, das einem morgens aufstehen lässt», meint der Referent. Dies ist einerseits gut für die Gesundheit, andererseits fördert es die Selbstständigkeit. Die Pensionierten sollten ausserdem ein positives Leitbild des Alters haben. Wenn sie sich das Altern nämlich schrecklich vorstellen und fest daran glauben, könnte sich dies auch bewahrheiten.

Im Anschluss konnten sich die Gäste am «Markt der Möglichkeiten» über sinnvolle Freizeitbeschäftigungen, wie zum Beispiel Aufgabenhilfen, informieren.

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