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Fährt der Stadtrat in die Sackgasse?

Leserbrief – Am Mittwoch den 14. November erfuhr ich aus der Zeitung, dass der Stadtrat von Kreuzlingen die Hauptstrasse an beiden Enden zum Ausfahren zumacht und das Bodan-Quartier mit einem Fahrverbot belegt wird, um die dortige Bevölkerung von den zu erwartenden 30 Prozent des gesamten Verkehrs oder täglich 2700 Autos zu schützen. So weit so gut.

Was mir an diesen Verkehrsmassnahmen sauer aufstösst, ist zum einen, dass sich der Stadtrat an die «betroffene» Bevölkerung des Bodan-Quartiers wendet, nicht aber an diejenigen, die nachher mit dem ganzen Verkehr der durch die Hauptstrasse abfliesst, konfrontiert sein wird.

Auch ist mit keinem Wort erwähnt worden, wie dieser vorliegende Entschluss des Stadtrates zustande gekommen ist, und welche anderen Verkehrsmassnahmen noch zur Diskussion gestanden haben (werden auch hier an den betroffenen Strassen Verkehrszählungen vor und während dieser Verkehrsführung vollzogen?). Auch die Argumentation, dass die Schaffung einer reinen Fussgängerzone eine leere Hauptstrasse nach sich ziehen würde, erscheint mir an den Haaren herbeigezogen zu sein. Warum liess und lässt der Stadtrat von Kreuzlingen eigentlich nicht die Kreuzlinger Stimmberechtigten darüber abstimmen, ob wir eine Fussgängerzone wollen oder nicht? Es kann doch nicht sein, dass sich hier immer nur die Detaillisten durchsetzen, schliesslich haben wir auch noch andere Steuerzahler in der Stadt! Meiner Meinung nach wäre es an der Zeit, dass sich die Stadt ein Gesamtverkehrskonzept erarbeitet, wie wir unsere Verkehrsströme auf dem gesamten Gemeindegebiet in den Griff bekommen können.

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