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Amriswil schlecht belohnt

Volleyball – 24. November, Volley Amriswil unterliegt Lugano im hochstehenden Fight mit 1:3 und wird so schlecht belohnt für sein attraktives Spiel.

Am Samstag spielte Amriswil gegen Lugano. Brisant und spannend sollte die Stimmung im Tellenfeld werden, da sich Tabellenzweiter Lugano und der Tabellendritte Amriswil nichts schenken wollten. Amriswil konnte mit dem Selbstvertrauen antreten in der Vorrunde Lugano geschlagen zu haben. Coach Bettello schickte Herrera, Walzer, Schläpfer, Trevisan, Ljubicic, Alvarez und Raymond als Start-Sechs aufs Feld.

Lugano spielt an. Gute Kombinationen auf beiden Seiten. Blockarbeit von Amriswil wird erstes Mal geprüft, dann eine wunderbare Kombination, die Schläpfer versenkt. Verunsicherungen bei Amriswil, sowie beim Favoriten Lugano. Erstmals Walzer, dann Lehtonen erfolgreich. 7:8, Lugano knapp in Front beim ersten Timeout. Amriswil wird sich keine Konzentrationsmängel leisten können, Lugano wirkt sehr eingespielt. Badero bei Lugano mit guter Ausbeute ist bisher nicht zu blocken. Erstmals drei Punkte Vorsprung für Lugano, 9:12. Ljubicic mit tollem Ball, Badero mit Ball im Aus, Alvarez ins Blockout, 12:13, Cao zum Ausgleich. Spiel ist bereits hochstehend, Spieler sind konzentriert. Jeder Ball ist zu bejubeln, Klasse gespielt von Walzer. 15:16. Eigenfehler der Thurgauer, dann aber Klasseblock zum 19:21. Walzer wieder mit überlegtem Ball, doch immer noch 21:22. Kommt noch der Exploit. Brühwiler mit Hammerservice, sie sind dran.

Amriswil vergibt Satzball
Das Spiel entspricht den Erwartungen, tolles Volleyball wird den 400 Zuschauerinnen und Zuschauern geboten, 23:23, wer bleibt cooler? Satzball Amriswil, abgewehrt. Vorteil Lugano, 24:26 zugunsten von Lugano nach Missverständnissen bei Amriswil.

Kein Wechsel bei Amriswil. Lugano mit besserem Stellungsspiel in dieser Startphase, 2:4. Spitzenblock gegen Badero, dann aber Lugano schnell über die Mitte. Schlagabtausch mit besserem Ende für Lugano, 5:8. Wenige Bälle entscheiden im Moment für Lugano, das nervenstärker erscheint und konstant Druck machen kann. Walzer blockt Badero, guter Block Schläpfer und Amriswil ist im Spiel zurück, 10:10.

Satzausgleich verdient
Kaum ist Amriswil dran, setzt sich Lugano wieder ab. Dann aber erstmals Führung für Amriswil und Lugano reagiert mit Timeout. Servicefehler bei Amriswil sind leider immer zur falschen Zeit, schade. Unglaublich langer Ball durch beide Mannschaften auf höchstem Niveau gespielt. Amriswil in Spiellaune, setzen Duftmarke, 16:13! Es geht weiter, Lugano mit erster leichter Nervosität? Ljubicic zum 18:15, dann folgen Servicefehler auf beiden Seiten. Finte durch Lugano klappt erneut, Führung schmilzt, Ausgleich durch Lugano. Brühwiler serviert super zum 23:20 und kann wegziehen. Dann umstrittener Netzball mit Akustik zum 23:21, wieder mit Kampf zum Satzball, 25:22, verdienter Satzausgleich. Eine wirklich heisse Partie, die attraktiv, umstritten und spannend zum Haare aufstehen ist.

Mit viel Erwartung nun in den dritten Satz. Lugano beginnt und Walzer zeigt, was er kann. Dürftiger Beginn mit Sevicefehlern, fehlender Blockarbeit und Blockouts treiben das Score auf 6:6. Lehtonen eiskalt mit einem Ass und Trevisan mit einem feinen Smash, knappe Führung von Lugano mit 7:8. Bandero beginnt den dritten Satz wieder stark, ist nicht blockbar, nochmals haut er rein, 11:12. Bandero geblockt und Amriswil gewinnt den Punkt.
 
Durchhänger bei Amriswil
Dann eine schwache Phase bei Amriswil mit Fehlabnahme und Fehlpass zum 12:15. Wo ist der Block? Durch Abgelenktheit zieht Lugano davon, spielt momentan präziser, 13:18. Trevisan bäumt sich auf, Cao serviert, Badero mit Fuss am Ball, nur noch 16:18. Und Cao dreht nochmals auf, aber wieder zwei Eigenfehler zum 19:21. Brühwiler mit gutem Service, aber Smash der Luganesi ist im Feld.
Lehtonen mit kaltem Block, mittlerweile 20:23, dann aber Servicefehler. Satzball, weil ein Spieler fehlt und 21:25, klarer als der Satz verlaufen ist.
Amriswil bleibt die Hoffnung, den nächsten Satz zu gewinnen, sich Eis in den Nacken zu legen und nochmals voll auf Angriff zu spielen.

Durchhänger bei Schiedsrichter
Zweimal Blockout für Lugano, ein Ass und ein Servicefehler zum 2:4. Servicefehler prägen das Spiel, dann ein Block von Lugano zum 4:7. Bandero schlägt an die Antenne. Amriswil zum 7:7, nein Wiederholung des Balles zum 6:8. Emotionale Situationen nun, die mit dem Ballspiel nicht viel zu tun hat. Der Schiedsrichter zeigt sich nicht gerade sicher, schade. Partie wird plötzlich wacklig, da Entscheide unklar erscheinen. Geschenkter Ball von Amriswil, 10:12. Dann aus dem Nichts, Lehtonen hämmert ein. Badero mit Hammerservice, doch Walzer erzeugt Hoffnung in der Halle. Nochmals guter Block gegen Lehtonen, Ball ins Out der Ticinesi, 13:14. Geschickte Finte des Passeurs und Alvarez mit gutem Ball.

Qualität des Spiels hat leicht nachgelassen, die Spannung um jeden Punkt bleibt. Alvarez zum 17:17. Dann aber Chancenplus für Lugano, 18:21. Jetzt müsste nochmals etwas passieren, etwas Kämpferisches, doch Lugano spielt plötzlich im Flow. Matchball für Lugano. Nochmals eine kleine Hoffnung bei 23:24? Lugano hat schlussendlich die besseren Nerven und gewinnt das ausgeglichene Spiel mit 1:3. «Lugano konnte uns permanent unter Druck setzen, klar, dass dann auch Fehler passieren. Trotzdem schade, wir haetten mindestens einen Punkt verdient», bilanziert Dario Bettello am Ende. Im direkten Vergleich mit dem Meisterfavoriten Lugano steht es nun 1:1, Fortsetzung folgt.

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