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Amtsvormund Richard Bilgeri geht in Pension

Romanshorn – Nach zehnjähriger Tätigkeit geht der Romanshorner Amtsvormund Richard Bilgeri Ende November vorzeitig in Pension. Der Gemeinderat Romanshorn dankt Richard Bilgeri für die langjährige wertvolle Mitarbeit.

Im Sozialamt Romanshorn endet in diesen Tagen eine zehnjährige Ära. Richard Bilgeri geht Ende November in den vorzeitigen Ruhestand. «Die Aufgaben waren spannend und vielseitig, aber auch sehr fordernd», betont der 62-jährige Quereinsteiger. «Mein breiter Rucksack hat mir in meinem Berufsalltag als Amtsvormund oft geholfen», so der Romanshorner, der sowohl über eine kaufmännische wie über eine Ausbildung im Sozialbereich verfügt und vor dem Stellenantritt als Amtsvormund 30 Jahre bei der Thurgauer Kantonalbank gearbeitet sowie einige Jahre die Pro Senectute Beratungsstelle Romanshorn geführt hat.

Vernetzung und Austausch
Neben vielen Schicksalen, die ihm oft sehr nahe gingen, durfte sich Richard Bilgeri auch immer wieder einmal über kleine Erfolge freuen. «Wenn einer meiner Klienten den Weg in ein selbständiges Leben ohne soziale Unterstützung gefunden hat, so war dies auch für mich ein speziell schöner Moment.» Profitiert hat Richard Bilgeri nicht nur von seiner breiten beruflichen, sondern auch von seiner Lebenserfahrung. «Als 25-Jähriger hätte ich diesen Job nicht machen können.» Entscheidend seien aber auch eine gute regionale Vernetzung und ein gutes Team. «Wer so viel erlebt, muss sich im Gremium austauschen können.» Wenn er sich die ersten Jahre in seinem neuen Amt aus Angst um seine Klienten mit Ferien schwer tat, so hat er sich im Laufe der Zeit daran gewöhnt. «Man muss loslassen können, sonst bringt man nicht die nötige Kraft für den Berufsalltag auf», sinniert er. Obwohl Richard Bilgeri seinen Teilzeitjob als Amtsvormund in diesen Tagen aufgibt, so dürfte es ihm auch künftig nicht langweilig werden. Sein Nebenamt als Kirchenpfleger wird er weiter ausführen. Darüber hin-aus möchte er mehr Zeit für seine Enkel und für Wanderungen und Aufenthalte in seiner zweiten Heimat im Lötschental haben.

Gemeinderat dankt

Der Gemeinderat Romanshorn dankt Richard Bilgeri für die hervorragende Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute. Ab 1. Januar wird es das Berufsbild Amtsvormund auch in Romanshorn nicht mehr geben. Die Aufgabe der Vormundschaftsbehörde wird im Kanton Thurgau neu von der neuen Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) übernommen. Der Amtsvormund nennt sich neu Berufsbeistand.

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