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Kindern helfen mit grossem Erfolg

Ermatingen – Seit nunmehr vier Jahren setzt sich ROKJ Thurgau-Konstanz für die Förderung von wirtschaftlich und sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen der Region ein – und das mit grossem Erfolg. 580 Gesuche konnten in dieser Zeit bewilligt und über 400000 Franken gesprochen werden.

Gitarre spielen, schwimmen gehen oder zusammen mit anderen Kindern ein Skilager besuchen – nicht für jedes Kind sind dies ganz normale Freizeitbeschäftigungen. Familien, die mit ihrem Einkommen am Existenzminimum liegen, können die Kosten für solche Aktivitäten meist nicht stemmen. Das Nachsehen haben die Kinder, die damit häufig vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind.
Auch der Thurgau ist von Kinderarmut betroffen: «6000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre leben in wirtschaftlich unterversorgten Verhältnissen», informierte Toni Schönenberger vom Rotary Club Weinfelden und Initiant des Projekts, am vergangenen Dienstag auf dem Wolfsberg in Ermatingen. «Jedes Kind hat ein Potential und ein Talent, dass gefördert werden sollte. Doch wenn die finanziellen Mittel fehlen, ist das schwer.» Mit dem Projekt ROKJ Thurgau-Konstanz wollen die elf Thurgauer Rotary und Inner Wheel Clubs diese Kinder und Jugendlichen unterstützen. Sie sollen die Chance bekommen, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Seit vier Jahren gelingt dies mit grossem Erfolg: Allein in diesem Jahr seien in der Region 150 Gesuche bewilligt und rund 115000 Franken gesprochen worden, sagt Schönenberger. So kann zum Beispiel ein zwölfjähriges Mädchen das im Kinderheim lebt, da seine Eltern verstorben sind, im Sommer am Kantonallager der Pfadi teilnehmen. ROKJ übernimmt den Lagerbeitrag von 300 Franken. Neben Freizeitaktivitäten zählen auch Therapien, Nachhilfeunterricht, Hilfe bei der Lehrstellensuche und vieles mehr zu den Gesuchen, die von Privaten und verschiedenen Institutionen wie Krebsliga, Caritas und Amtsvormundschaft an ROKJ gerichtet werden. Finanziert wird das Projekt durch die Rotary Clubs, die ROKJ Blütennacht, die im März nächsten Jahres in Rorschach wieder stattfinden wird, durch weitere Benefizveranstaltungen sowie durch private Spenden.

Hilfe weiter ausbauen
«Bisher konnten wir circa sieben Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen in der Region mit unserer Unterstützung unter die Arme greifen», gibt Toni Schönenberger bekannt. Doch seien es schliesslich 93 Prozent, die bisher unerreicht blieben. «Wir wollen sehen, wie wir das in Zukunft ändern können.» Erfreulich sei aber, dass ROKJ auch ausserhalb der Region auf positive Resonanz stosse. Schönenberger: «Verschiedene Clubs ziehen den Beitritt zu einem bestehenden Cluster oder die Gründung eines neuen Clusters in Betracht, so zum Beispiel im Kanton St. Gallen.» Infos: www.rokj.ch        

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