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Landeskirche unterstützt zukunftsweisende Projekte

Thurgau – Die Herbstsynode der Evangelischen Landeskirche genehmigte einen Fonds zur Starthilfe für Kirchgemeinden mit innovativen diakonischen Projekten und eine 20-Prozent-Stelle für Popularmusik. Sie verabschiedete die Visitationsverordnung und genehmigt das Budget 2013 mit einem Volumen von rund 5,7 Mio Franken.

Die Herbstsynode der Evangelischen Landeskirche Thurgau wies die Vorlage zur einmaligen Entschuldung von finanzschwachen Kirchgemeinden an den Kirchenrat zurück. Sie möchte, dass die finanzielle Entlastung von neun finanzschwachen Kirchgemeinden von gesamthaft 573‘000 Franken nicht wie vom Kirchenrat beantragt für Sonderabschreibungen verwendet wird, sondern an Bedingungen für eine nachhaltige Entwicklung geknüpft wird. Zudem fordert sie eine andere Berechnungsgrundlage. Durch die Rückweisung mussten Anpassungen im Budget vorgenommen werden. Das Budget rechnet neu mit Einnahmen und Ausgaben von rund 5.7 Millionen Franken und einem Aufwandüberschuss von 74‘000 Franken. Darin ist auch eine Aufstockung für zusätzliche Sondersynoden enthalten.

Die GPK lobte die sehr robuste Finanzlage und die realistisch plausible Budgetierung.
Damit die Totalrevision der Kirchenordnung möglichst in der laufenden Legislatur unter Dach und Fach gebracht werden kann, folgte die Synode dem Antrag von Thomas Pfister, Amriswil, im kommenden Jahr vier ausserordentliche, ganztägige Synodesitzungen anzuberaumen. Aufgrund der Komplexität der Kirchenordnung sei es sinnvoll, das Geschäft mit Synodalen abzuschliessen, die mit der Materie vertraut sind.

klares Ja zu Popularmusik und Starthilfen
Nicht durchsetzen konnte sich Roland Pöschl, Sirnach, mit seinem Rückweisungsantrag der Vorlage über die Schaffung einer 20-Prozent-Stelle für kirchliche Popularmusik. Pöschl vermisst in der bisherigen Ausarbeitung theologische Ausrichtungen wie die feministische und befreiungstheologische Sichtweise und kritisiert das musikalische Spektrum, in dem kulturübergreifender Musik, Taizé-und Kirchentagslieder und Rockbaladen ausgeblendet seien. Aufgrund der Reaktionen von Kirchgemeinden zum Projekt Popularmusik 2011/12 sprachen sich Musikkommission und Kirchenrat für die auf fünf Jahre befristete .)

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