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Gastspiel des Theaters an der Winkelwiese, Zürich

Zürich – Das renommierte Theater an der Winkelwiese in Zürich zeigt vom 5. bis 8. Dezember in der Werkstatt des Theater Konstanz eine einmalige und besondere Inszenierung: Der Mensch erscheint im Holozän. Beginn der Vorstellungen ist um 20 Uhr.

Regie: Stephan Roppel
Bühne und Kostüme: Marcella Incardona
Musik: Marius Ungureanu
Licht: Martin Brun
Mit: Hansrudolf Twerenbold, Marius Ungureanu (Musik)

Das Stück
Geiser, ein vierundsiebzig Jahre alter Mann, sitzt allein in seinem Tessiner Haus. Seit Tagen regnet es. Das Tal ist von der Umwelt abgeschnitten, der Hang über dem Haus droht ins Rutschen zu geraten. Die Tage sind lang, Geiser muss die Zeit vertreiben. Er beginnt, Beobachtungen über das abgelegene Tessiner Tal und über die Naturgewalten anzustellen. Und er protokolliert seine Gedankengänge zu Evolution und Schöpfung. Erinnerungen an sein langes Leben tauchen auf. Was als Zeitvertreib beginnt, wächst sich aus zu einer grossen Auflehnung gegen den körperlichen und geistigen Zerfall. Die Mächtigkeit der ihn umgebenden Naturgewalten und die Abgeschlossenheit der Situation konfrontieren Geiser mit seiner Bedeutungslosigkeit.

«Der Mensch erscheint im Holozän» aus dem Jahr 1979 ist einer der letzten Texte von Max Frisch. Das Bewusstsein der Vergänglichkeit, die Frage nach der Identität und der Bedeutung des Individuums in der Welt treiben die Gedankengänge Geisers voran.

«Dieses Spätwerk von Max Frisch erfährt in dieser Inszenierung eine Erweiterung, gewinnt den Raum, der ihm zusteht; dem Text, dem Stück, dem Geiser – dem Menschen überhaupt.» Markus Bundi, Mittelland Zeitung, Oktober 2002.

Information und Reservierung unter 0049 7531 900 150 oder theaterkasse@stadt.konstanz.de.

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