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Aufruf an die Landwirte

Sirnach – Der Schweizer Tierschutz (STS) wiederholt auch in diesem Winter seine Kastrations-Aktion für Bauernhofkatzen. Der Tierschutzverein Sirnach und Umgebung beteiligt sich wiederum an dieser Aktion, die seit 1. Dezember, stattfindet.

Bauernhöfe sind oft auch eine Quelle von abwandernden Katzen in die Nachbaragglomeration, wo sie verwildern und sich unkontrolliert vermehren. Diese Abwanderung der Katzen entsteht, wenn deren Lebensbedingungen ungenügend geworden sind (z.B. zu wenig Futter, kein Unterschlupf, Vertreiben von schwächeren Tieren etc).

Eine Kätzin bringt durchschnittlich zweimal im Jahr drei bis sechs Junge auf die Welt. Vielfach wird versucht, die Bestände zu regulieren, indem die Tiere getötet werden, was nicht im Sinne einer Tierschutzlösung ist und oft auf qualvolle Art geschieht. Das Töten von Jungtieren hat traurige Folgen für das Muttertier, welches einerseits tagelang die Jungen sucht und andererseits bei Verlust ihrer Jungen an einem massiven Milchstau leidet, der zu schmerzhaften Entzündungen der Zitzen führen kann. Zudem ist das Töten von Jungtieren nur eine Lösung auf Zeit. Schon nach wenigen Wochen ist die Kätzin wieder trächtig.

Kastration: Tierfreundliche Lösung
Die Kastration ist die nachhaltigste, wirksamste und tierfreundlichste Lösung, um einer unkontrollierten Vermehrung von Katzen vorzubeugen. Zum Glück hat bei vielen Landwirten ein Umdenken, im Sinn einer tierfreundlichen Lösung stattgefunden. Es ist erwiesen, dass kastrierte Katzen gute Mäusefänger bleiben und vor der Kastration keine Jungen gehabt haben müssen.

Die Wintermonate eignen sich gut für die Operation der Katzen, weil die Jungkatzen bereits geschlechtsreif werden und die erwachsenen Kätzinnen noch nicht trächtig sind. Der finanzielle Beitrag des STS wird nicht zu Gunsten der Landwirte, sondern zum Wohl der Katzen abgegeben. Während dieser Aktion können Kater und Kätzinnen der Landwirte für etwa 50 Prozent des Normaltarifs kastriert werden.

Der Tierschutzverein Sirnach und Umgebung appelliert an die Verantwortung der Landwirte und lädt sie ein, von dieser Aktion Gebrauch zu machen. Einfach beim Tierarzt melden und nach den Vergünstigungen fragen.

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