/// Rubrik: Kultur

Vom Parkplatz zum Kunst-Ort

Kreuzlingen – Der Wettbewerb «Die Entdeckung des Stadtraumes» geht in die dritte Runde. Diesmal macht die Kreuzlinger Kunstkommission die grenznahe Wiesen- und Zollstrasse zum Ort des Geschehens und möchte sie künstlerisch aufwerten. Bis zum 24. Mai können Künstlerinnen und Künstler ihre Projekte einreichen. - Kathrin Brunner

Auf der verschneiten Wiesenstrasse: Stadträtin Dorena Raggenbass und Bernard Roth, Mitglied der Kunstkommission, sind sich einig, dass sich dieses Grenzgebiet durch Kunst noch aufwerten lässt. Bild: Kathrin Brunner

Auf der verschneiten Wiesenstrasse: Stadträtin Dorena Raggenbass und Bernard Roth, Mitglied der Kunstkommission, sind sich einig, dass sich dieses Grenzgebiet durch Kunst noch aufwerten lässt. Bild: Kathrin Brunner

Tagein tagaus spazieren viele Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger die Wiesen- und Zollstrasse entlang oder parkieren hier ihr Auto, um zum Einkaufen über die Grenze nach Konstanz zu gelangen. Doch habe dieser Ort weit mehr Qualität als nur die eines Parkplatzes, versichert Bernard Roth, Mitglied der Kunstkommission, als er am Montag gemeinsam mit Dorena Raggenbass, Stadträtin Departement Freizeit, die nächste Ausgabe des Kunstwettbewerbs «Die Entdeckung des Stadtraumes» vorstellte.

Nach den beiden ersten erfolgreichen Projekten «Kommst du mit an den See?» an der Weinstrasse und der «Astrokartographie» auf dem Egelshofer Gemeindeplatz soll nun besagtes Gebiet an der Grenze in den Fokus rücken. «Lange war dies kein begangener Ort», erläutert Stadträtin Dorena Raggenbass. «Seit der Öffnung des Grenzüberganges an der Wiesenstrasse sind aber die zwei Sackgassen plötzlich wieder ein Durchgang – und werden zum Parkieren genutzt.» Doch die Wohnhäuser zur einen Seite sowie eine schöne Allee mit stattlichen Linden und der alte Grenzzaun zur anderen Seite machen dieses Gebiet interessant. «Wir wollen zeigen, dass auch dieser Ort ein besonderer ist», so Raggenbass. Bernard Roth ergänzt: «Gerade solche Orte können durch Kunst positiv beeinflusst werden.»
Eine Sammlung entsteht
Seit einigen Jahren ist es der Kunstkommission ein Anliegen, an unterschiedlichen Orten zeitgenössische Kunstwerke in den öffentlichen Raum zu bringen. So sind zum Beispiel die Kunst-Kreisel, der Signer-Brunnen und das Leuchtenobjekt am Hafen in Kreuzlingen zu finden. Durch den Wettbewerb sollen aber immer wieder Kunstwerke dazu kommen. «So entsteht langsam eine interessante Sammlung», freut sich Roth. Bewusst werden dafür Orte ausgewählt, die nicht so prominent sind, um diese wieder neu entdecken zu können.

Mitmachen!
Künstlerinnen und Künstler aller Sparten und von überall her sind dazu eingeladen, einen künstlerischen Eingriff für den Raum um die Wiesen- und die Zollstrasse zu entwickeln und an dem Wettbewerb teilzunehmen. Für das ganze Projekt, also Ausführung, Material und Künstlerhonorar, stehen 20000 Franken zur Verfügung. «Das ist sicher eine Herausforderung für manchen Künstler», sagt Bernard Roth, «doch mit den ersten beiden Projekten haben wir bereits bewiesen, dass man mit dem Betrag durchaus etwas Schönes machen kann.» Ausserdem solle «Die Entdeckung des Stadtraumes» eine Serie von lauter kleineren Eingriffen in das Kreuzlinger Stadtbild sein. Auf die Zweit- und Drittplatzierten wartet ein Preisgeld von je 500 Franken.

Projekte bis 24. Mai einreichen
«Wir freuen uns auf zahlreiche interessante Beiträge», so Raggenbass. «Es wäre schön, wenn wieder zwischen 30 und 40 Ideen eingehen.» Bis zum 24. Mai können die Projekte bei der Kunstkommission eingereicht werden. Danach wählt eine Jury, in der neben Stadtammann Andreas Netzle auch Vertreter der Kunstkommission und des Quartiers vertreten sein werden, den Gewinner aus. Dieser wird nach den Sommerferien bekannt gegeben.

Alle weiteren Infos, die Pläne zum Gebiet sowie das Anmeldeformular sind zu finden unter www.kreuzlingen.ch (→ Kultur/Freizeit → Kunstprojekt «Die Entdeckung des Stadtraumes»).

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