/// Rubrik: Region

Veranstaltungshaus erneut auf der Agenda

Konstanz – Was Kreuzlingen seit 2006 hat, will Konstanz schon lange – ein modernes Veranstaltungshaus. Trotz des negativen Bürgervotums vor drei Jahren wagt die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Uli Burchardt an der Spitze jetzt einen neuen Anlauf. - Thomas Martens

So sah der Entwurf eines Konzert- und Kongresshauses für Konstanz aus, über das die Bürger 2010 abstimmten. (Bild: Archiv)

So sah der Entwurf eines Konzert- und Kongresshauses für Konstanz aus, über das die Bürger 2010 abstimmten. (Bild: Archiv)

Der Gemeinderat beschloss mit grosser Mehrheit, ein Konzept zu entwickeln, um das Projekt «Veranstaltungshaus für Konstanz» unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger neu zu beginnen. Bereits jetzt gibt es Kritik, die vor allem auf die offene Finanzierung und Standortfrage des Grossprojektes abzielt.

Grundlage für die neuen Pläne ist eine Umfrage des Hauptamtes zur Nutzung kultureller Einrichtungen und zur Lebenszufriedenheit bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Konstanz nach dem negativen Bürgerentscheid 2010. Darin wurde abgefragt, welche Konsequenzen die Stadt Konstanz aus dem ablehnenden Ergebnis des Bürgerentscheides ziehen sollte.

Zusammengefasst waren 71 Prozent der repräsentativ Befragten dafür, dass sofort oder später mit der weiteren Planung eines «Konzert- und Kongresshauses» an einem anderen Standort begonnen werden sollte. Bekanntlich war 2010 vielen Stimmbürgern das Areal Klein Venedig ein Dorn im Auge. «Keine weiteren Planungen» wollten 19 Prozent der Befragten, «weiss nicht oder keine Gedanken gemacht» gaben zehn Prozent der Befragten an.

Bürgerwille und Finanzierbarkeit
Aus Sicht des Rates ist es jetzt an der Zeit, auch im Hinblick auf die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Konstanz, das Projekt neu zu diskutieren. Denn mehr als fraglich ist, wohin ökonomisch gesehen für die grösste Stadt am Bodensee die Reise im postindustriellen Zeitalter geht. Unter dem Arbeitstitel «Veranstaltungshaus für Konstanz» sollen die ersten Überlegungen koordiniert und auf fundierter Basis erfolgen. An erster Stelle stehen dabei der Bürgerwille und die Finanzierbarkeit, die allerdings nach wie vor in den Sternen steht.

Die Verwaltung hat deshalb zunächst einen Arbeitsauftrag erhalten, einen Zeitplan und ein Konzept zu entwickeln, wie die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger von Beginn an erfolgen kann (zum Beispiel Meinungsumfragen, Bürgeranhörung/-workshop, Informations- und Diskussionsforen, Online-Verfahren), um Kritikern frühzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen und eine möglichst breite Basis an Befürwortern zu bekommen. Hierbei könnten durchaus die bestehenden Kontakte mit der Uni Konstanz einbezogen werden. Das entwickelte Konzept zur Vorgehensweise wird dann dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt werden.

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