/// Rubrik: Region

Mehr als 10000 Unterschriften gegen Fluglärm

Konstanz – Es sind nicht nur einige wenige, die Angst um die Lebensqualität in ihrer Heimat haben, das hat die von Bürgerinitiativen in Südbaden initiierte Petition «Gegen mehr Fluglärm überSüdbaden – Stoppt den Staatsvertrag» eindrucksvoll und aussagekräftig gezeigt. - eingesandt

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

90 Tage stand die Onlinepetition unter der Federführung der Konstanzer Bürgerinitiative gegen Flugverkehrsbelastung zum Mitzeichnen auf dem Internetportal «www.openpetition.de» bereit. Sie fand 10320 Unterstützer. Kurz nach dem Start der Petition konnten am 26. November 2012 zu einem Gespräch mit Minister Ramsauer in Berlin bereits 5000 Unterschriften präsentiert werden.

Mit ihren Unterschriften protestieren die Bürger gegen die durch den Staatsvertrag entstehende massive Mehrbelastung durch den Zürcher Flugverkehr über dem Bodenseeraum, dem Südschwarzwald, der Baar und dem Hochrhein. Gemeinsam mit den südbadischen Bürgerinitiativen fordern sie Bundesverkehrsminister Ramsauer auf, den Fluglärm-Staatsvertrag endgültig zurückzuziehen.

Minister Ramsauer verkündete nach dem Gespräch den Stopp des Staatsvertrages. Für einen sprunghaften Anstieg der Unterschriften sorgten anschliessend die irritierenden und gegensätzlichen Äusserungen des Parlamentarischen Staatssekretärs Jan Mücke (FDP) zum Staatsvertrag anlässlich der Fragestunde im Bundestag am 16. Januar. Die von den Aussagen des Ministers abweichenden Antworten des Staatssekretärs sorgten erneut für Misstrauen bei den Bürgern, sodass trotz des Stopps des Staatsvertrages das gesteckte Unterschriftenziel von 10000 Mitzeichnern bei Petitionsende sogar noch überschritten wurde.

Die südbadischen Bürgerinitiativen zeigen sich ausserordentlich zufrieden und danken allen Unterstützern. Vertreter der Bürgerinitiativen wollen die Unterschriften im Namen aller Unterzeichner persönlich im Verkehrsministerium abgeben. Ein Termin zur Übergabe wurde bereits bei Verkehrsminister Ramsauer angefragt.

Auf www.fluglaerm-weg.de wird über den weiteren Fortgang berichtet.

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