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Im Juni gibt’s ein Chrüzlinger Fäscht

Kreuzlingen – Aus vielen verschiedenen Ländern wanderten Menschen nach Kreuzlingen aus. Am «Chrüzlinger Fäscht» wird am 2. Juni das multikulturelle Miteinander mit bis jetzt 18 teilnehmenden Nationen gefeiert. Da die Deutschen die grösste ausländische Bevölkerungsgruppe sind, stellen sie die erste Gastnation.

Engagement für’s «Fäscht»: OK-Präsident Thomas Niederberger (Mitte) mit Aktuar Rainer Faehndrich (links) und OK-Mitglied Harald Gessner.(Bild: sb)

Engagement für’s «Fäscht»: OK-Präsident Thomas Niederberger (Mitte) mit Aktuar Rainer Faehndrich (links) und OK-Mitglied Harald Gessner. (Bild: sb)

Die Idee zum «Fäscht» ging von einer privaten Gruppe aus, betont OK-Präsident Thomas Niederberger. Vertreter von 18 verschiedenen Ländern konnten bisher zur Teilnahme bewegt werden. «Es wird ein farbenfroher Anlass auf dem Boulevard», freut sich Niederberger. «Alle Nationen können sich präsentieren. So werden die Eigenheiten aber auch die Gemeinsamkeiten deutlich.» Der Anlass soll das Zusammenleben fördern. «Wir wollen gemeinsam feiern und einfach schöne Stunden zusammen verbringen.»

Der Anlass ist nicht kommerziell, erklärt Niederberger und lobt, dass alle Entscheidungen, beispielsweise über die Aufgabenteilung bei Bühne, Strom, Auf- und Abbau, an den OK-Sitzungen gemeinsam getroffen wurden. Was das Fest symbolisiere werde im Organisationskomitee bereits vorgelebt.

So läuft das «Fäscht» ab
Der Boulevard wird am Samstag, 2. Juni, für den Verkehr gesperrt. Auf Höhe Schützenstrasse wird es eine Festbühne für Aufführungen aller Art geben, an denen sich die Nationen präsentieren können. «Das Programm geht quer durch die Welt», sagt Niederberger. Jedes Land erhält zudem zwei Marktstände, einen für Kultur, einen für Kulinarik. «So entsteht ein grosser Foodcorner mit Unterhaltungsprogramm», freut sich der OK-Präsident. Auch Workshops sind geplant. Was genau werde sich noch weisen, es gebe jedoch schon viele kreative Ideen.

Der Titel «Chrüzlinger Fäscht» wurde indes sorgfältig ausgewählt. «Die Mundart hebt das Schweizerische hervor», erklärt Niederberger. «Zugleich soll aber auch deutlich werden, dass wir alle hier Kreuzlinger sind.» Das Logo zeigt eine Vielfalt von Wahrzeichen und Symbolen, die man mit bestimmten Ländern verbindet, etwa das Brandenburger Tor, einen tanzenden Derwisch, einen Alphornbläser oder die Christus-Statue über Rio de Janeiro.

Die Vorbereitungen und Planungen laufen auf Hochtouren, so Niederberger,der das Konzept Ende vergangenes Jahr erstmals vorstellte. Es sei sehr erfreulich, dass sich bereits so viele Personen zur aktiven Teilnahme bereit erklärten. «Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam etwas ganz Tolles auf die Beine stellen können.» Geplant ist schon jetzt, den Anlass dann jährlich durchzuführen, mit wechselnden Gastnationen.

Die Vielfalt präsentieren
Für das nördliche Nachbarland im Komitee sitzt der Auslandsdeutsche Rainer Faehndrich. «Viele hier verbinden mit Deutschland zunächst nur Konstanz oder Südbaden», sagt dieser. «Wir wollen stattdessen die landschaftliche und kulturelle Vielfalt Deutschlands vermitteln.» Dies könne beispielsweise mit Infotafeln und einer Fotoausstellung geschehen. Wichtig sei ihm auch, zu zeigen, dass Deutschland selbst ein grosses Einwanderungsland, ein «Multi-Kulti-Land» sei. «Hauptziel ist das bessere Kennenlernen», so Faehndrich. Wer helfen will, darf sich gerne melden (siehe Kasten).

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