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Richtlinie für den Einbau von Recyclingbaustoffen

Kantonales – Das Departement für Bau und Umwelt hat eine Richtlinie für den Einbau von Recyclingbaustoffen in Flur- und Waldstrassen sowie Wanderwegen erlassen. Die Richtlinie regelt insbesondere die Verwendung von Asphaltgranulat: Ein loser, unbefestigter Einsatz bei Flur- und Gemeindestrassen ist neu meldepflichtig, bei Waldstrassen und Wanderwegen wird er definitiv verboten.

Auch auf Wanderwegen ist der Einsatz von Asphaltgranulat in loser Form ohne Deckbelag verboten. (Symbolbild: Rainer Sturm/pixelio.de)

Auch auf Wanderwegen ist der Einsatz von Asphaltgranulat in loser Form ohne Deckbelag verboten. (Symbolbild: Rainer Sturm/pixelio.de)

Nachdem an verschiedenen Orten im Kanton Thurgau sogenanntes Asphaltgranulat zur Befestigung von Flur- und Waldstrassen eingebaut worden war, erliess das Departement für Bau und Umwelt im Oktober 2011 eine Weisung, die den Einbau in Wanderwegen und Waldstrassen vorläufig untersagte. Dies, weil das Material hohe Konzentrationen eines krebserregenden Stoffgemisches enthalten kann. Nun liegt eine neue Richtlinie vor, die einen rechtskonformen und umweltverträglichen Umgang mit Recyclingbaustoffen regelt. Die Richtlinie zeigt auf, woraus die einzelnen Recyclingbaustoffe bestehen und unter welchen Bedingungen sie in Flurstrassen, Waldstrassen und Wanderwegen eingebaut werden dürfen.

Auf Flur- und Waldstrassen dürfen alle Recyclingbaustoffe eingesetzt werden, sofern sie befestigt, d.h. zum Beispiel mit einem Deckbelag versehen werden. Der erstmalige Einbau eines Deckbelags muss von der Gemeinde bewilligt werden. Nicht zulässig ist der Einbau eines Hartbelags bei Wanderwegen.

Verwendung von Asphaltgranulat geregelt
Ein zentrales Element der Richtlinie ist der Umgang mit Asphaltgranulat, insbesondere der Einsatz in loser, unbefestigter Form, ohne Deckbelag. Auf Flur- und Gemeindestrassen ist ein solcher Einsatz meldepflichtig. Wer Asphaltgranulat in loser Form ohne Deckbelag einbauen will, muss mindestens 30 Tage vor Ausführung des Projekts ein Meldeformular ausfüllen und dieses bei der Gemeindebehörde einreichen. Die Gemeindebehörde ihrerseits hat unverzüglich eine Kopie des Meldeformulars inklusive der Beilagen an den Kanton weiterzuleiten. Wenn keine Intervention der Gemeinde oder des Kantons erfolgt, kann das Material nach Ablauf der Frist eingebaut werden. Das Meldeformular ist unter www.umwelt.tg.ch im Bereich «Downloads», Stichwort «Bauen» verfügbar. Unterbleibt die Meldung und erweist sich der Einsatz von Asphaltgranulat als nicht richtlinienkonform, wird in jedem Fall die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands verlangt.

Auf Waldstrassen und Wanderwegen ist der Einsatz von Asphaltgranulat in loser Form ohne Deckbelag definitiv verboten. Im Wald würde ein Einbau dem Waldgesetz widersprechen und auf Wanderwegen ist das Material ungeeignet, da es den Erholungswert schmälert.

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