/// Rubrik: Leserbriefe

Ins Leere

Leserbrief – Frühestens dann, wenn an der Hauptstrasse die jetzige «Erlebnisstruktur» attraktiv zu erweitern ist, kann über eine andere «Mobilitätsstruktur» diskutiert wrden. Derzeit herrscht Unsicherheit, ob bei den jetzigen Gegebenheiten eine lebendigere Zukunft überhaupt als möglich erscheint. Und so laufen aktuell alle Initiativen zur autofreieren Hauptstrasse ziemlich ins Leere. – Bruno Neihardt, Konstanz

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Eine veritable «Fussgängerzone» braucht z.B. eine grosse Vielfalt von geschäftlichen Attraktionen auf engem Raum (das ist nicht neu!). Eine solche Struktur ist derzeit sowohl architektonisch, als auch geschäftsbezogen nur ansatzweise gegeben. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, stelle ich folgende Voraussetzungen in den Raum, um die Hauptstrasse zu beleben:
1. Das Stadthaus (neu konzipiert mit zusätzlicher Besucheranimation – z.B. Touristinformation, Lounge/Bücherei, Veranstaltungsraum, Stadtcafé/-restaurant, usw.!) gehört zur Hauptstrasse/Markstrasse – also ins Stadtzentrum.
2. Kulturelle Belange (Kino/Theater, Ausstellung/Museum, u.ä.) sind mindestens in «Boulevardnähe» anzusiedeln.
3. Verstärkung/Ausbau einer attraktiven Tages- und Abendgastronomie.
4. «Keine Angst» vor einfachen, heute durchaus stadtrelevanten Ideen mit «Zulauffaktor bestimmter Zielgruppen» (Beispiel: «Hamburgergastronomie»).
5. Beste Zusammenarbeit auf speziellen Gebieten (z.B. Schweizer Uhren, Banken, IT-Bereich. Mode, so auch visuell permanente Präsentation der herausragenden Kreuzlinger Bildungseinrichtungen (!), «angstloser» Einbezug von Ideen einheimischer Firmen, wie etwa dem «abgelehnten Strellson-Glasquader» als Kunst- und Designobjekt, usw.), um die Strasse regional/international exklusiver zu positionieren.
6. Deutlich verstärkte, ideenreiche Werbung – mediale Dauerpräsenz – für die «Innenstadt als Ganzes» (Bereich Hauptstrasse, Löwenstrasse, Sonnenstrasse, «Karussellecke», Schützenstrasse).
7. Bildung einer «Brainstorming-Gruppe» aus den verschiedenen geschäftlichen/kulturellen/architektonischen (auch «Innenstadtwohnen»!) Interessengebieten zur Auslotung vielgestaltigster Möglichkeiten, um gemeinsam aus der jetzigen, kaum zukunftsfähigen Situation der Innenstadt Attraktiveres, Lebendigeres – auch Jahreszeit-Unabhängigeres – auf den Weg zu bringen – eben: Typisches Stadtflair! Noch ist nichts verloren. Das Engagement der Verwaltung sollte in den kommenden Jahren permanent und umfassend diesem stadtwichtigen Ziel dienen.

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