/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Seemuseum setzt Segel für die Zukunft

Kreuzlingen – Das Kreuzlinger Seemuseum feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Für Museumsleiter Walo Abegglen ist damit die Zeit gekommen, auf neuen Kurs zu gehen: Er möchte die Attraktivität, vor allem auch für Schulklassen, steigern. Zudem sind wieder interessante Sonderausstellungen geplant.

 

Museumsleiter Walo Abegglen (r.) und Stiftungspräsident Jürg Schlatter  wollen das Museum in eine attraktive Zukunft führen. (Bild: kb)

Museumsleiter Walo Abegglen (r.) und Stiftungspräsident Jürg Schlatter
wollen das Museum in eine attraktive Zukunft führen. (Bild: kb)

«20 Jahre – das ist schon eine stattliche Zahl», zeigt sich Museumsleiter Walo Abegglen stolz und lobt die grosse Pionierleistung von Hans-Ulrich Wepfer, seinem Vorgänger. «Seine Arbeit ist unersetzlich. Doch nun muss das Seemuseum neue Fahrt aufnehmen.» Seit dem Frühjahr 2012 kümmert sich Abegglen um die verschiedenen Museums-Belange, seit September in einem 50-Prozent-Pensum.

Neben der Dauerausstellung auf 1500 Quadratmetern Fläche gilt es, stets Sonderausstellungen anzubieten, welche gut beworben werden müssen. Zudem werden im Museum auch externe Veranstaltungen durchgeführt. «Da sind wir schon mal am Anschlag unserer Kapazitäten», so Abegglen. Ein guter Sockel für die Einkünfte sei dafür die Vermietung von Wohnungen und Räumen, die dem Museumsgebäude angehören.

Ehrenamtliche sind willkommen
«Dieser Multi-Sparten-Betrieb macht die Führung des Museums nicht einfach», ist sich Jürg Schlatter, Präsident der Stiftung Seemuseum, bewusst. So sei es auch im Sinne des Stiftungsrates, das Museum zu professionalisieren und die Attraktivität zu steigern. Schliesslich wolle man den regionalen und überregionalen Wert des Seemuseums halten und noch weiter steigern. «Dafür braucht es entsprechendes Personal», erklärt Schlatter. Stets versuche man daher, ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen. Für Abegglen ist auch klar, dass diverse infrastrukturelle Defizite behoben werden müssen. «Wir bräuchten z. B. einen einsatzfähigen Beamer und eine Leinwand.»

Ein Erlebnis für Kids schaffen
Ein weiterer wichtiger Punkt für Walo Abegglen ist es, die Attraktivität des Museums für Schulklassen zu stärken. Vor allem der didaktische Wert soll gesteigert werden. Schlatter: «Zudem sollen kindgerechte Führungen angeboten werden.» Die Kreuzlinger Primarschulgemeinde konnte bereits mit ins Boot geholt werden. «Gemeinsam haben wir eine Vereinbarung getroffen», erzählt Abegglen. «Wir werden von der Primarschulgemeinde finanziell unterstützt, wohingegen wir kostenlose Führungen für die Schuklassen bieten.»

Des weiteren solle die von der Stadt geschaffene Arbeitsgruppe Museen im Rahmen des Kulturkonzeptes helfen, weitere Möglichkeiten auszuloten. Auch die Zusammenarbeit mit dem Kanton wollen Abegglen und Schlatter ausbauen. Mit diesen Bemühungen hoffen sie, ein grösseres Publikum anzusprechen.

Spannendes Programm
Während Museumsleiter und Stiftungsrat die Zukunftsgestaltung des Museums in die Hand nehmen, stehen bereits einige spannende Sonderausstellungen auf dem Programm: Am kommenden Sonntag, 10. März, eröffnet die Ausstellung «Die Vegetation des Untersees». Natürlich wird auch das Jubiläum selbst zum Thema werden. «Das möchten wir im Sommer mit einem kleinen Festakt feiern, der in Vernissage und Ausstellung mündet.» Besonders freut sich Walo Abegglen auf die Sonderausstellung «Fische». «Diese ist sehr hochwertig und man kann viel über das Leben und Überleben der einheimischen Fische lernen.» Die Ausstellung startet im Oktober.
Weitere Informationen sind unter www.seemuseum.ch zu finden.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.