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Starker Rücken, starker Bauch!

Rückentraining – Für eine gesunde Körperhaltung ist nicht nur der Aufbau der Rücken- sondern auch der Bauchmuskulatur von Bedeutung. Wer Letztere durch Training stärkt und entwickelt, entlastet so den Rücken im Lendenbereich und beugt Rückenschmerzen vor.

(Bild: archiv)

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Wenn Männer und Frauen heute ihren Körper formen, sind sie vermehrt im Fokus der Schönheitsanstrengung: unsere Bauchmuskeln. Auf Englisch werden sie «abs» genannt, die Kurzform von «abdominals muscles». Immer mehr Menschen interessiert deswegen, wie sie diese bekommen können. Allein die Eingabe des Begriffs «abs» in Kombination mit «Training» auf der Online-Videoplattform Youtube generiert über eine halbe Million Treffer – die mit einer Vielzahl von Trainingsmethoden den schnellen Weg zum durchtrainierten Bauch versprechen.
Doch egal ob via Pilates, Yoga oder mit einem Theraband: Wer für den Waschbrettbauch trainiert, tut nicht nur etwas für sei gutes Aussehen, sondern auch für seine Gesundheit. Der «Sixpack» ist eine gute Stütze für den Rücken. Die Devise «Bauch allein reicht auch» greift dennoch zu kurz.

Gesunde Balance ist entscheidend
Denn für eine gute Körperhaltung und somit einen Rücken ohne Schmerzen ist die gesunde Balance von Bauch- und Rückenmuskulatur entscheidend. Dieses Zusammenspiel kann wegen einer Mehrzahl von Gründen aus dem Gleichgewicht geraten. Zu wenig oder falscher Sport, aber auch Übergewicht oder die einseitige Körperhaltung im Büroalltag belasten bestimmte Muskeln zu stark, sodass sie verhärten. Andere weniger beanspruchte verkümmern. Deswegen sollte so viel Bewegung wie möglich in den Alltag integriert werden: Benutzen Sie die Treppe statt den Lift, gehen Sie zu Fuss oder fahren Sie Fahrrad. Zusätzlich dazu sollten regelmässig beide Muskelgruppen trainiert werden.

Doch warum reicht Bauchmuskeltraining allein nicht aus? Diese Prämisse wird verständlich, wenn man sich die Anatomie des Rückens genauer ansieht: Beim Beugen des Oberkörpers etwa wirken Bauch- und Rückenmuskeln gemeinsam, der Agonist oder Spieler in die eine Richtung, der Antagonist oder Gegenspieler in die andere. Die einzelnen in die gleiche Richtung arbeitenden Muskeln werden Synergisten genannt.

Grundkenntnisse nötig
Weil bei keiner Bewegung nur ein Muskel allein arbeitet, ist das Training entsprechend komplex. Gerade beim Rückentraining sollte, wer nicht über die nötigen Grundkenntnisse verfügt, ein Training unter professioneller Anleitung vorziehen. Alternativ kann es auch zuhause stattfinden. Gezielte Geräte im Fitnessstudio können aber sinnvoller sein, um entsprechende Muskeln direkt zu aktivieren.

Für ein optimales Training der Bauchmuskulatur ist kein Gerät notwendig. Hier wird zwischen dem Training der geraden und dem der seitlichen Bauchmuskulatur unterschieden. Die gerade Bauchmuskulatur besteht aus sechs bis acht Muskelfeldern, die sich einzeln zusammenziehen können – daher «Waschbrettbauch». Unterteilt ist sie in obere und untere Bauchmuskulatur. Die schräge Bauchmuskulatur ist vor allem für Drehbewegungen zuständig. Wer viel Tennis oder Handball spielt, sollte sie zusätzlich trainieren.

Wer surft, der findet – doch vorsichtig
Bauchmuskelübungen basieren deswegen auf drei Bewegungsformen: dem Beugen, Drehen oder zur Seite Neigen. Übungen für Rücken und Bauch gibt es im Internet zahlreich zu finden. Beachten werden sollte, dass nicht jede Rückenschule bzw. jedes Bauch- oder Rückenmuskeltraining für jeden geeignet ist. Meist richten sich die Angebote an eine bestimmte Ziel- oder Altersgruppe. So sollten Untrainierte keine Sit-ups machen, sie belasten die Bandscheibe zu stark. Sportlern oder Kindern bereitet die Übung jedoch keine Probleme.

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