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Bevölkerung wächst erneut kräftig

Frauenfeld – Die Thurgauer Wohnbevölkerung ist im Jahr 2012 erneut kräftig gewachsen. Der Zustrom aus Deutschland ist ungebrochen. Auch aus anderen Kantonen gibt es vermehrt Zuzüge in den Thurgau.

Ende Dezember 2012 hatten gut 254500 Personen ihren ständigen Wohnsitz im Kanton Thurgau. Dies sind rund 3890 Personen oder 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit mehr als zehn Jahren ist der Bezirk Kreuzlingen «der» Bevölkerungsmagnet im Kanton. Nur im Jahr 2011 wurde er bezüglich Bevölkerungswachstum vom Bezirk Münchwilen leicht übertroffen. 2012 waren erneut die Bezirke Kreuzlingen (+2 Prozent) und Münchwilen (+1,9 Prozent) die wachstumsstärksten Bezirke. Im Bezirk Kreuzlingen gab es 2012 in den Gemeinden Ermatingen, Münsterlingen und Kreuzlingen besonders viele neue Einwohnerinnen und Einwohner. Im Bezirk Münchwilen trugen Eschlikon, Münchwilen und Sirnach wesentlich zur überdurchschnittlichen Zunahme bei.

(Bild: pixelio)

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Von allen Thurgauer Gemeinden nahm die Bevölkerung 2012 – in Anzahl Personen ausgedrückt – in Kreuzlingen (+540 Personen), Frauenfeld (+420) und Arbon (+240) am stärksten zu. Kreuzlingen zieht schon seit längerem in hohen Masse neue Bevölkerung an. Allein in den vergangenen fünf Jahren wuchs Kreuzlingen um über 2200 Personen.

Ausländische Wohnbevölkerung nimmt zu
Seit 2007 nimmt im Thurgau – wie auch in der Schweiz – die ausländische Wohnbevölkerung deutlich stärker zu als die inländische. Jahr für Jahr stieg seither die Zahl der im Thurgau lebenden ausländischen Staatsangehörigen um drei Prozent oder mehr, zuletzt um 4,3 Prozent. Ende 2012 lebten 56930 Ausländerinnen und Ausländer im Thurgau, 2360 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil der ausländischen Staatsangehörigen an der ständigen Wohnbevölkerung beträgt 22,4 Prozent und liegt damit kaum tiefer als in der Schweiz (2011: 22,8 Prozent).

Bald 20000 Deutsche im Thurgau
Wie im Vorjahr nahm die Zahl der Deutschen, der mit Abstand grössten Ausländergruppe im Thurgau, mit rund sieben Prozent markant zu. Ende 2012 wohnten bereits 19220 Deutsche im Thurgau. Zugenommen hat 2012 auch die Zahl der Staatsangehörigen aus dem Kosovo (+250 Personen) und aus Portugal (+220). Der Zuwachs aus Deutschland ist aber fünfmal grösser (1270 Personen).

Auch Schweizer Bevölkerung legt zu
Die Wohnbevölkerung mit Schweizer Pass hat 2012 um 0,8 Prozent oder 1530 Personen zugenommen. Damit hat sich der Trend der letzten Jahre von vermehrten Zuzügen von «Familie Schweizer» in den Thurgau fortgesetzt. Mehr Einwohnerinnen und Einwohner mit Schweizer Pass wurden vor allem in den Gemeinden Frauenfeld, Weinfelden, Eschlikon und Romanshorn registriert.

Alterung der Bevölkerung setzt sich fort
Die Bevölkerung im Rentenalter nahm mit über 3 Prozent so kräftig wie im Vorjahr zu. Mit 1,8 Prozent erhöhte sich die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter von 20 bis 64 Jahren weniger ausgeprägt. Die Gruppe der Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren ist 2012 weiter leicht geschrumpft. Erhöht hat sich hingegen dank Geburten und Zuzügen die Zahl der Babys und Kleinkinder im Alter von bis zu fünf Jahren.

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