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Leader erfüllt mit 35:23 Pflicht beim Absteiger

Handball - Mit einem ungefährdeten 35:23-Auswärtserfolg beim Tabellenletzten Schwamendingen haben sich die Kreuzlinger 1.-Liga-Handballer den Gruppensieg praktisch gesichert. Zwei Runden vor Schluss liegen sie vier Punkte vor Fides St. Gallen und weisen das uneinholbar bessere Torverhältnis (+159 zu +66) auf. Dagegen stehen die Zürcher nach nur einer 1.-Liga-Saison als Direktabsteiger fest. (Text: Markus Rutishauser)

Ohne wirklich gefordert worden zu sein, durften die Kreuzlinger am drittletzten Spieltag der 1.-Liga-Gruppenphase mit zwei Punkten und einem komfortablen 35:23 im Gepäck die Rückreise an den Bodensee antreten. Vor einer wie in Zürich üblich überschaubaren Zuschauerkulisse wurden sie vom Schlusslicht nur in der Startviertelstunde einigermassen gefordert. Die Zürcher hielten im «Spiel der letzten Chance» primär mit viel Kampfgeist dagegen. Zudem profitierten sie davon, dass der Leader die (Pflicht-)Aufgabe zuerst einmal abwartend anging. Dies wiederspiegelte sich insbesondere in der Abwehr, die ungewohnte Schwächen offenbarte. 15 Gegentreffer in 30 Minuten gegen den Letzten sind definitiv des Guten zu viel. Immerhin standen die Gastgeber in einem Spiel der offenen Tore dem HSCK in nichts nach und kassierten gleich deren 19 Treffer. Die taktische Variante der Zürcher, den mit Abstand treffsichersten Angriff aller 36 Erstligisten mit einer sehr offensiven 4:2-Abwehr zu verunsichert, verfehlte ihre Wirkung.

Nach der Pause agierte Kreuzlingen insbesondere in der Deckung deutlich verbessert. So konnte der Leader seinen Vorsprung schnell auf 15:21 ausbauen. Wie harmlos der Absteiger offensiv agierte, zeigten die zwei Minuten in doppelter Überzahl, als er sich mit 1:1 Toren begnügen musste. Nach 47 Minuten führten die Kreuzlinger ein erstes Mal mit zehn Toren. In der Schlussphase fiel deshalb auch nicht ins Gewicht, dass der zum NLA-Club HC Kriens-Luzern wechselnden Liga-Topscorer Peter Schramm in der 43. Minute von den ungenügenden Schiedsrichten die dritte persönliche Strafe kassierte und deshalb disqualifiziert wurde. Stattdessen erhielt der erst 19-jährige Pascal Schweikhardt wichtige Einsatzzeit. Nach der defensiv ungenügenden 1. Halbzeit liessen die Kreuzlinger in den zweiten 30 Minuten nur noch acht weitere Gegentore zu und realisierten schlussendlich einen standesgemäss deutlichen Sieg.

Zwei Heimspiele
An den verbleibenden zwei Spieltagen der Gruppenphase konnten die Kreuzlinger noch zweimal in eigener Halle antreten. Am nächsten Samtag gastiert der Tabellensechste TV Appenzell im Sportzentrum Egelsee und eine Woche später (23. März) die Spielgemeinschaft GC Amictia Zürich (8.). Beide Partien werden wie gewohnt um 18.15 Uhr angepfiffen. Das erste Spiel der Aufstiegsrunde zur Nationalliga B bestreitet der HSC Kreuzlingen am 7./8. April auswärts gegen den Ersten der Gruppe 2 (STV Willisau LU oder STV Baden AG), das erste von drei Heimspielen am 20. April gegen den Zweiten der Gruppe 3 (TV Birsfelden, West HBC Lausanne-Crissier oder Wacker Thun). Insgesamt spielen jeweils die beiden Gruppenersten der drei 1.-Liga-Gruppen in einer einfachen Runde (jeder gegen jeden) um die beiden NLB-Tickets für die Saison 2013/14.

Schwamendingen Zürich – Kreuzlingen 23:35 (11:15)

SZ Hirzenbach. – 60 Zuschauer. – Sr. Ettling/Senn.

Strafen: 8-mal 2 Minuten gegen Schwamendingen, 10 mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.

Schwamendingen: Wymann/Maag; Bucher (4/1), Disch (3/1), Keller (1), Meier (3/1), D. Pfyffer (2), M. Pfyffer (1), Senn (2), Wäckerlin (1), Weibel (1), Zeller (5).

Kreuzlingen: Buff/Greiner; Briegmann (2), Eblen (1), Fekete (6), Fülöp (7/4), Gacsalyi (4), Heim (1), Kappenthuler, Runge (8), Schramm (6), Schweikhardt.

Bemerkungen: Müller, Kappenthuler und Fehr nicht eingesetzt, Spielertrainer Mierzwa nur als Coach.

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