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Kreuzlingen als Gruppensieger in die NLB-Aufstiegsrunde

Kreuzlingen – Die 1.-Liga-Männer des HSC Kreuzlingen haben sich dank eines starken Endspurts die weisse Weste in eigener Halle bewahrt und den Mittelfeldclub TV Appenzell mit 31:24 (15:16) bezwungen. Damit sicherte sich das Team des Trainerduos Mierzwa/Schädler den Gruppensieg und drei Heimspiele in der am 7./8. April beginnenden Aufstiegsrunde zur Nationalliga B. (Text: Markus Rutishauser)

Was die 273 Zuschauer in der Egelseehalle in den ersten rund 50 Minuten von ihrem Team zu sehen bekamen, war allerdings alles andere den souverän. Angesichts der Tatsache, dass man schon vor dieser Partie zu 99 Prozent als Gruppensieger feststand, experimentierte die Kreuzlinger in der Aufstellung und in der Abwehr.

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

So spielte etwa der Liga-Topscorer und zukünftige NLA-Spieler Peter Schramm ungewohnt auf der rechten Rückraumposition und in der Defensive wurde ein 5:1 oder 4:2 ausprobiert. Zu Beginn klappte dies ganz ordentlich und Appenzell mit seinem Goalgetter R. Neff war nach zehn Minuten schon um drei Treffer distanziert. Doch fortan fehlte es bei den Einheimischen an vielem, was ihr Spiel sonst ausmacht. In der Abwehr verhielt man sich viel zu passiv und vorne wurde teils hochkarätige Chancen leichtfertig vertan. Appenzell bedankt sich für dieses Nachlassen und schaffte bis zur Pause nicht nur den Anschluss, sondern ging wenige Sekunden vor dem Abpfiff sogar erstmals mit 15:16 in Führung – und dies nicht einmal unverdient.

Zwei Minuten Weckruf
Wer nach der Pause einen Sturmlauf des Gruppensiegers erwartete, wurde enttäuscht. Ganz im Gegenteil: Die Gäste erwischten den besseren Start und bauten ihre Führung auf drei Treffer aus. Die Wende zum Guten aus Kreuzlinger Sicht erfolgte bezeichnenderweise während einer Unterzahlphase. Zuerst machte Keeper Armin Greiner zwei erstklassige Chancen der Appenzeller zunichte und dann verkürzte Marcel Briegmann zum 18:20. Diese zwei Minuten waren wie ein Weckruf. Zwar konnten die Gäste mit zwei (!) Toren in Unterzahl nochmals zum 20:22 (44.) vorlegen, doch dann ging ihnen buchstäblich die Luft aus.

In den letzten zehn Spielminuten wurden die Appenzeller förmlich überrollt. Kreuzlingen machte mit acht Toren in Serie aus dem 23:24 ein 31:24 und sicherte sich damit den 18. Erfolg im 21. Saisonspiel. Während Topscorer Peter Schramm mit fünf Toren für einmal ziemlich blass blieb, avancierte Gabor Fülöp zum «Man of the Match». Der Ungar verwertete alle seine sieben Penalties und erzielte insgesamt 13 Tore.

Kreuzlingens Trainer Frank Schädler meinte nach Spielschluss kurz und bündig: «Ende gut, alles gut! Nein, im Ernst: Wir haben heute sicher nicht überragend gespielt und besitzen sicher noch Luft nach oben. Aber in unserer Situation – der Gruppensieg stand ja bereits vor dem Anpfiff praktisch fest – ist es nicht einfach, ans Limit gehen zu können.» In drei Wochen steht bereits das erste Spiel der Aufstiegsrunde auf dem Programm, wo man auf die Sieger der 1.-Liga-Gruppe 2 (Baden oder Willisau) treffen wird.

Kreuzlingen – Appenzell 31:24 (15:16)
Egelsee. – 273 Zuschauer. – Sr. Heusser/Künzle.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 5-mal 2 Minuten gegen Appenzell.

Kreuzlingen: Buff (21.-43. Greiner); Briegmann (2), Eblen, Fehr (1), Fekete (6), Fülöp (13/7), Gacsalyi, Heim (1), Runge (3), Schramm (5), Schweikhardt, Mierzwa.

Appenzell: Ch. Geisser; Broger (1), M. Geisser (2), Hörler (1), Lämmler (4), Metzler, F. Neff (6),  R. Neff (7/2), Sutter, Wüthrich (3).

Bemerkungen: Spielertrainer Mierzwa nicht eingesetzt. – Penalties: Kreuzlingen 7/7, Appenzell 2/2. – Time-outs: Kreuzlingen (16./8:7 ), Appenzell (52./27:24)

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