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«Solche Schlamassel» in Zukunft verhindern

Kreuzlingen – Im April 2013 soll die völkisch, nationalistische Band «Frei.Wild» in der Bodensee-Arena auftreten. Die JUSO Thurgau kritisieren dies. Für die heutige Gemeinderatssitzung ist eine einfache Anfrage der Gemeinderätin Nina Schläfli angekündigt.

Konzertort Bodensee-Arena

Konzertort Bodensee-Arena. (Bild: Archiv)

Die Südtiroler Band Frei.Wild, welche im April in der Bodensee-Arena auftreten soll, steht vielfach in der Kritik. Wegen ihrer Verknüpfung mit der rechten Szene wurde Frei.Wild von der deutschen Echo-Preisverleihung ausgeschlossen, ebenso hatten Sponsoren (u.a. Jägermeister) des «With Full Force»-Musikfestivals in Deutschland ihre Beteiligung sistiert, solange Frei.Wild auftreten würden. Unterstützung erhalten Frei.Wild unter anderem von Neonazis: So hielten Anhänger der rechtsextremen deutschen NPD gar eine Mahnwache für Frei.Wild bei der heutigen Echo-Preisverleihung ab. Fans der Band protestierten hingegen gleichzeitig gegen die Instrumentalisierung ihrer Idole durch die rechte Szene und gegen Extremismus.

Der geplante Auftritt der völkisch, nationalistischen Gruppe in der Bodensee-Arena im April sorgte auch hier vor Ort für Medienecho. Die JUSO Thurgau machen den Event nun zum Politikum.

Sie sehen in einigen Liedtexten der Band hochproblematische Positionen vertreten, schreiben die Jungsozialisten. «Was also treibt den Verwaltungsrat der Bodensee-Arena dazu, Frei.Wild die Arena, die in städtischem Besitz ist, zu vermieten?», fragt die Juso Thurgau in einer Medienmitteilung und gibt die Antwort gleich selbst: «Unwissen und Ignoranz haben bestimmt mitgespielt.»

Stadtrat und Verwaltungsrat hätten sich eine «braune Suppe» eingebrockt. Die Veranstaltung zu stoppen, würde die Bodensee-Arena, damit auch die Stadt Kreuzlingen und damit den Steuerzahler jedoch ca. 200’000 Franken kosten. «Wir stellen uns die Frage, warum nicht genauer abgeklärt wird, welche Zutaten eine Suppe hat, bevor sie mit einem so teuren Vertrag in der Arena aufgetischt wird?», so die Medienmitteilung weiter.

JUSO-Gemeinderätin Nina Schläfli will in der Gemeinderatssitzung heute Abend eine einfache Anfrage an den Stadtrat stellen, wie dieser zur Veranstaltung stehe, wer die Sicherheitskosten tragen werde und wie man zukünftig «solche Schlamassel» zu verhindern gedenke. «Auf die Antwort darf man gespannt sein, wir erwarten aber zumindest Lernfähigkeit vom Stadtrat», schreiben die JUSO.

 

 

 

 

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