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Für gutnachbarschaftliche Beziehungen

Kreuzlingen – Lob an die Stadt für die gute Zusammenarbeit gab es an der Generalversammlung des Quartiervereins Bodan. Die Volksinitiative für einen autofreien Boulevard unterstützt der Vorstand nicht. Zu Gast war der neue Konstanzer OB Burchhardt, der seine ersten sieben Monate bilanzierte.

Kreuzlinger Wein für den Oberbürgermeister: Präsident Ueli Bührer und Kassiererin Simone Kocherhans überreichen Uli Burchardt ein Präsent. (Bild: sb)

Kreuzlinger Wein für den Oberbürgermeister: Präsident Ueli Bührer und Kassiererin Simone Kocherhans überreichen Uli Burchardt ein Präsent. (Bild: sb)

Seinen Jahresbericht nutzte Präsident Ueli Bührer, um die Zusammenarbeit mit der Stadt sowie die gute Einbindung bei zahlreichen Projekten zu loben. Er blickte zurück auf erfolgreich durchgeführte interne Anlässe im vergangenen Jahr, zu denen auch die Vorstellung des neuen Boulevard-Verkehrsregimes im Jugendhaus zählte. Dieser Abend war besonders gut besucht. Der Verkehr liegt den Bodanesen am Herzen, dafür spricht auch der Rekurs gegen die überarbeitete Signalisation, welchen es vom Quartierverein gab. Die Einsprache wurde mit einem Anwalt ausgearbeitet. «Wir werden die Verkehrssituation im Quartier und in der Stadt auch im 2013 weiterhin im Auge behalten», versprach Bührer.

Von der Stadt sei ein Strassenkonzept gefordert, das zur Entlastung der Quartiere führt, so Bührer. Auch eine Fussgängerzone auf dem Boulevard würde zu mehr Lärm und Verkehr im Quartier Bodan führen. Die Initiative «Für einen autofreien Boulevard« werde vom Vorstand deswegen nicht unterstützt. Energisch meldete sich auch Vizepräsident Paul Stähli zu Wort: «Für uns ist die Fussgängerzone ein No-Go. Unterschreiben Sie die Initiative nicht, sie ist gefährlich.»

In der Einsprache des Quartiervereins gegen die von der Stadt geplante Signalisationsänderung sei ein «riesen Argumentarium» enthalten, das nach wie vor gültig sei. Stähli berichtete zudem aus der städtischen «Begleitgruppe/Projektsteuerung Langsamverkehr», in der er für den Quartierverein Einsitz hat. Wer Schwachstellen im Quartier sieht, kann diese mitteilen, liess Stähli wissen. Die Zuschriften werden an der nächsten Sitzung Mitte Mai berücksichtigt.

«Müssen bauen, bauen, bauen»
Wirtschaft, Verkehr und Wohnen sind die Themen des Konstanzer Oberbürgermeisters Uli Burchardt. In seiner Kurzbilanz berichtete er von ersten Erfolgen (unter anderem die Schaffung von über 300 neuen Stellplätzen bis Ostern am Park&Ride-Platz Schänzle), aber auch von Problemen wie der ausgewiesenen Wohnraumknappheit und den hohen Mieten, denen nicht so rasch beizukommen ist. Burchardt lobte die gute Kommunikation mit Stadtammann Netzle. Er stehe «für gutnachbarschaftliche Beziehungen», sagte der Oberbürgermeister. Zu neuen Projekten, die Konstanz und Kreuzlingen gemeinsam anpacken  können, tausche man sich regelmässig aus. Dazu zählte er unter anderem das Zeltfestival 2014 auf Klein Venedig oder den Europan-Ideenwettbewerb Klein Venedig.

Geschäfte
Die Jahresrechnung schliesst mit einem Plus von rund 970 Franken bei Ausgaben von rund 2800 Franken. Der Jahresbeitrag im 2013 bleibt gleich. Mit grossem «Hallo» von den Mitgliedern wurde der Zuwachs verzeichnet: Neun Austritten und zwei Verstorbenen stehen 15 Neueintritte gegenüber, damit hat der Quartierverein 154 Mitglieder. Neu in den Vorstand wurde der Jurist Patrick Allemann gewählt. Künftig wird es auch bei den Bodanesen einen Quartierstamm geben, mit dem Ziel des ungezwungene Zusammenseins. Stattfinden wird dieser in der Fax Bar respektive im Restaurant Schäfli. «Das haben wir extra gemacht, um den Boulevard zu beleben», so Präsident Bührer mit Humor.

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