/// Rubrik: Stadtleben

Tatort-Dreh in der Seeburg

Kreuzlingen – Die Seeburg wurde für die Dreharbeiten des neuen Bodensee-Tatorts zum Heim des reichen Erben Benjamin Wolters umfunktioniert. Er wird erschossen aufgefunden; Kommissarin Klara Blum ermittelt wegen Mordes.

Eva Mattes alias Kommissarin Klara Blum und Gerichtsmediziner Wehmut (Benjamin Morik) rekonstruieren den Tathergang in der Seeburg. (Bild: sb)

Eva Mattes alias Kommissarin Klara Blum und Gerichtsmediziner Wehmut (Benjamin Morik) rekonstruieren den Tathergang in der Seeburg. (Bild: sb)

Die Inhaltsbeschreibung des neuen Bodensee-Tatorts liesst sich vielversprechend. Es geht um Mord, angesetzt im Milieu der «Jungen, Reichen und Unseligen». Das unsympathische Opfer (Michael Pink) war ein Zyniker, einer, der es liebte, andere von sich abhängig zu machen. Der reiche Erbe bringt sein Vermögen auf Schloss Seeburg durch und wird dort tot aufgefunden. Alle Mitglieder seiner Clique kommen als Mörder in Frage. Kein leichter Fall für Kommissarin Klara Blum. Und Ermittler Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) wird gar Undercover als reicher, verwöhnter Langzeitstudent eingesetzt. Den Zuschauern wird ein Blick in die «Abgründe einer verlorenen Generation» gewährt.

Eigentlich hätte es eine «normale Villa am See» tun sollen als adäquates Heim für den reichen Toten, verrät Produktionsleiter Dieter Streck am 20. von 23 Drehtagen vor Ort. Schloss Seeburg habe sich dann aber als idealer Schauplatz erwiesen und das Rennen noch vor dem Konstanzer Schloss Seeheim gemacht. «Dort wäre der Umbau-Aufwand zu gross gewesen», so Streck. Und auch der Stil des Seeheims erschien den Verantwortlichen «zu grossherzoglich». Da Nebensaison ist, sei es finanziell möglich gewesen, sich in der Seeburg einzumieten.

Die prächtigen Räume der imposanten Seeburg mussten allerdings mit zahlreichen Gegenständen und Möbeln, nicht nur aus der Requisite, neu eingerichtet werden. «Da haben wir uns beispielsweise vom Tierpark inspirieren lassen», sagt Streck mit Blick auf eine als Möbel umfunktionierte Skulptur einer riesigen Sau. Für den dekadenten Touch trägt diese ein Tablett mit edlen Gläsern, Karaffen und Flacons.

«Wir machen noch eine»
Im ersten Stock wird dann die Szene gedreht, in der Kommissarin Blum mit dem Pathologen den Zustand der Leiche untersucht. Wenige Sätze werden gewechselt, unter anderem über den Verbleib von Blums Partner Perlmann. Drei Takes brauchen die Profis dennoch, drei Mal gibt Regisseur Jürgen Bretzinger sein Kommando.

Der Tatort mit dem Titel «Todesspiel» wird erst im kommenden Jahr ausgestrahlt, wann genau steht noch nicht fest.

 

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