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Überzeugende Leistungen von Thurgauer Schülerinnen und Schülern

Ermatingen – Bereits zum achten Mal konnten Toni Schönenberger, Präsident der Stiftung Think Tank Thurgau, und Christoph Tobler, Mitglied des Stiftungsrates und Beauftragter für den Think Tank Thurgau Jugendwettbewerb, auf dem Wolfsberg in Ermatingen aussergewöhnliche Maturaarbeiten und Arbeiten von Thurgauer Berufsschülern auszeichnen.

V.l.: Bernhard Koch, Michel Ammann, Tobias Krucker, Camilla Bischofberger und Toni Schönenberger. (Bild: zvg)

V.l.: Bernhard Koch, Michel Ammann, Tobias Krucker, Camilla Bischofberger und Toni Schönenberger. (Bild: zvg)

In Anwesenheit von Regierungsrat Bernhard Koch und gut 100 Gästen hatten die drei Erstplazierten Gelegenheit, ihre Arbeiten im feierlichen Rahmen der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.

«Alkoholkonsum und Prävention bei Jugendlichen»
Den ersten Preis holte sich Michel Ammann aus Andwil mit seiner Arbeit «Alkoholkonsum und Prävention bei Jugendlichen». Dafür durchleuchtete er das Verhalten Jugendlicher im Umgang mit Alkohol in der Vergangenheit und heute. Die Ergebnisse sind eindrücklich. Der Alkoholkonsum bei Teenagern ist seit 2002 sinkend, wird heute jedoch intensiver wahrgenommen, da der Konsum immer mehr im öffentlichen Raum stattfindet. Ausserdem sorgen eigentliche Trinkgelage für Schlagzeilen und prägen die Wahrnehmung. Für seine Arbeit hat Michel Amman rund 400 Fragebögen an Personen in drei Altersklassen verschickt. 100 Fragebögen wurden beantwortet und bildeten die Grundlage für seine Arbeit.

«Ist der Bau der BTS/OLS wirklich ein sinnvolles Projekt?»
Der Zweitplatzierte Tobias Krucker aus Zihlschlacht überzeugte mit seiner Arbeit über das Strassenprojekt Projekt BTS/OLS. Für seine Arbeit analysierte er die aktuelle Ausgangslage sowie die geplante Linienführung der Strassen. Er kristallisierte die positiven wie die negativen Aspekte des Projektes in den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Ökologie heraus und kam in der Auswertung dieser Ergebnisse zum Schluss, dass die BTS/OLS abzulehnen sei. Aufgrund des Abstimmungsverhaltens der Thurgauer Bevölkerung vom 23. September 2012 kam er zu einer Empfehlung an das Departement für Bau und Umwelt: Man solle die Motorfahrzeugsteuer erhöhen, damit aber einen Teil der BTS finanzieren; dies als Motivationsfaktor für den Bund, die BTS zu bauen, obwohl das Stimmvolk der Finanzierung der OLS als Bestandteil des Gesamtpakets abgehlehnt hatte.

«Mitochondriale Myopathie – Eine körperliche Behinderung im Alltag»
Camilla Bischofberger beeindruckte mit ihrer persönlichen Geschichte und ihren Erfahrungen als körperlich Behinderte im Alltag. Sie erklärte die Krankheit, Ihre unterschiedlichen Ausprägungen und wie sie ihr bisheriges Leben beeinflusst hat. In einem zweiten Teil ging sie der Frage nach, wie behindertengerecht ihr täglicher Schulweg von Berg an die Kantonsschule in Kreuzlingen ist und wie behindertengerecht ihre Schule sowie die Stadt Kreuzlingen im Alltag sind. Schlecht abgeschnitten haben das Bahntrassee in Berg sowie einzelne Bankomaten. Gute Noten gab es für die Kantonsschule in Kreuzlingen. Camilla Bischofberger hat auch einfache und kostengünstige Anregungen in ihre Arbeit eingebaut, wie der Alltag für Behinderte erleichtert werden kann.

Grundstein für die Zukunft
Christoph Tobler zeigte sich als Beauftragter des Jugendwettbewerbs erfreut über die hohe Qualität aller eingereichten Arbeiten und dankte auch den Lehrkräften und den Schulleitungen der drei Kantonsschulen und der Berufsschule Weinfelden für ihre Unterstützung und ihr Engagement. Regierungsrat Bernhard Koch gratulierte den Preisträgerinnen und dem Preisträgern zu ihren ausgezeichneten Arbeiten. Als Gründungsmitglied des Think Tank Thurgau und ehemaliger Chef des Departements für Erziehung und Kultur hatte er selbst den Wettbewerb viele Jahre aktiv begleitet und ist stolz auf die Leistungen der Thurgauer Jugendlichen.

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