/// Rubrik: Topaktuell

Wohnen in den eigenen vier Wänden ist beliebt

Frauenfeld – Die Verbreitung von Wohneigentum hat im Kanton Thurgau weiter zugenommen. Insbesondere das Stockwerkeigentum hat an Bedeutung gewonnen. Dies geht aus der soeben erschienenen Ausgabe des elektronischen Newsletters der Dienststelle für Statistik hervor.

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Gemäss ersten Ergebnissen aus der Strukturerhebung im Rahmen der Volkszählung ist die Wohneigentumsquote im Kanton Thurgau weiter angestiegen. Ende 2010 wurden im Thurgau rund 46 Prozent der Wohnungen und Einfamilienhäuser von den Eigentümern selbst bewohnt. Damit hat sich die Wohneigentumsquote im Thurgau seit dem Jahr 2000 weiter erhöht – damals lag sie bei 43,3 Prozent. Im Vergleich zur Entwicklung zwischen 1990 und 2000, wo die Wohneigentumsquote im Thurgau von 38,6 Prozent auf 43,3 Prozent geklettert war, hat sich die weitere Ausbreitung von Wohneigentum allerdings etwas verlangsamt. Wohneigentum ist im Thurgau nach wie vor weitaus verbreiteter als im Schweizer Durchschnitt (37 Prozent).

Mehr Stockwerkeigentum
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat vor allem das Stockwerkeigentum spürbar an Bedeutung gewonnen. Zwischen 1990 und 2010 hat sich die Zahl der Wohnungen, die von Stockwerkeigentümerinnen und -eigentümern bewohnt werden, von 1950 auf rund 9000 mehr als vervierfacht. Im gleichen Zeitraum hat die Zahl der Eigentümerinnen und Eigentümer von selbst bewohnten Häusern «nur» um rund 30 Prozent zugenommen. Letztere Wohnform kommt mit rund 38 000 Haushalten jedoch nach wie vor weitaus häufiger vor als das Stockwerkeigentum. Rund 51 000 Thurgauer Haushalte sind Mieter. Die Gruppe der Mieterinnen und Mieter hat seit 1990 am schwächsten zugenommen (+ 10 Prozent).

1270 Franken für eine 4-Zimmer-Wohnung
Gemäss den ersten Ergebnissen aus der Strukturerhebung im Rahmen der Volkszählung 2010 wohnt es sich im Kanton Thurgau nach wie vor vergleichsweise günstig. Der durchschnittliche Nettomietzins (ohne Neben- und Heizkosten) für eine 4-Zimmerwohnung lag hierzulande bei rund 1270 Franken. Dies sind 200 Franken weniger als im Schweizer Schnitt. Im Jahrzehnt 2000 bis 2010 hat sich der durchschnittliche Mietpreis für eine 4-Zimmerwohnung im Thurgau um gut 20 Prozent oder 200 Franken erhöht.

Zunahme der Grenzgänger schwächt sich ab
Wie dem elektronischen Newsletter der Dienststelle für Statistik weiter zu entnehmen ist, hat die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger in den Thurgau 2012 nicht mehr so ausgeprägt zugenommen wie in den Vorjahren und sich zum Jahresende sogar etwas abgeschwächt. Von den 4225 Grenzgängerinnen und Grenzgängern (Ende 2012) pendelten 95 Prozent aus Deutschland und weitere vier Prozent aus Österreich in den Thurgau zur Arbeit. 60 Prozent der Grenzgängerinnen und Grenzgänger arbeiten im Dienstleistungssektor, jeder fünfte Grenzgänger hat einen akademischen Beruf.

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