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HSC Kreuzlingen mit Fehlstart

Handball – Dem HSC Kreuzlingen ist der Auftakt in die fünf Spiele umfassende Aufstiegsrunde zur Nationalliga B gründlich missglückt. Die Hafenstädter unterlagen am Sonntag dem STV Baden auswärts mit 22:31 (8:14). Damit steht der HSCK im ersten Heimspiel am 20. April bereits unter Druck. (Text: Markus Rutishauser)

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Spielertrainer Alexander Mierzwa war nach der deutlichen Abfuhr in Baden doch einigermassen ratlos: «Das war eines unserer klassischen Sonntagsspiele. Da hat bei uns heute fast gar nichts gepasst und wir spielten über weite Strecken deutlich unter unseren Möglichkeiten.» Jetzt müsse man die zweiwöchige Pause nützen, um sich auf die nächste Aufgabe gegen den TV Birsfelden in eigener Halle vorzubereiten.

Der HSC Kreuzlingen fand im Duell zweier Gruppensieger überhaupt nie ins Spiel. Baden legte einen Blitzstart hin und führte schnell mit 6:1. Die Thurgauer leisteten dabei mit ihren vielen Fehlern grosszügige Schützenhilfe. «Und diesem Rückstand liefen wir danach permanent hinterher,» wartete Mierzwa vergebens auf eine Reaktion seiner Mannschaft. Liga-Topscorer Peter Schramm sah sich von Beginn weg einer sehr offensiven Abwehr gegenüber und blieb blass. Und auch die anderen Kreuzlinger Torschüzen vom Dienst, Gabor Fülöp, Istvan Fekete und Kreisläufer Stefan Runge konnten sich gegen die besten Abwehr aller 36 Erstligisten nicht wie erhofft ins Szene setzen.

Kreuzlingen hatte keine Chance mehr
Baden führte bei Halbzeit schon mit 14:8 und liess sich in den zweiten 30 Minuten nicht mehr in Bedrängnis bringen. Ihre Routiniers Björn Navarin und Manuel Reichlin, die auf diese Saison hin aus der NLA zu den Aargauern gestossen waren, lenkten das Spiel der Gastgeber souverän. In der 42. Minute war die Entscheidung beim Stand von 23:14 frühzeitig gefallen. Dieser Rückstand von neun Toren pendelte sich ein und am Ende mussten die Kreuzlingen mit einer unerwarteten 22:31-Startschlappe zurück an den Bodensee reisen.

Klare Steigerung nötig
Mit der in Baden gezeigten Leistung wird der HSC Kreuzlingen mit Sicherheit kein ernsthaftes Wort im Kampf um ein NLB-Ticket mitreden können. Die Teamleader müssen offensiv klar mehr Verantwortung übernehmen. Inbesondere im Angriff blieb das Team des Trainerduos Mierzwa/Schädler am 1. Spieltag weit unter seinen Möglichkeiten. Das lag einerseits an der starken Abwehrleistung der Badener, andererseits und in erster Linie aber auch an der viel zu hohen Fehlerquote des HSCK. «Diese Niederlage ist zwar sicher ein kleiner Schock für uns,» gibt Mierzwa zu, aber nun müsse man die Gründe dafür analysieren, das Spiel abhaken und dann nach vorne schauen. «Wir haben noch vier weitere Aufstiegsspiele vor uns, drei davon dürfen wir vor eigenem Publikum bestreiten. Und wir wollen unsere Ungeschlagenheit in eigener Halle in dieser Saison unbedingt auch in der Finalrunde wahren.» Am Samstag, 20. April, gastiert um 20.15 Uhr der TV Birsfelden in der Kreuzlinger Egelseehalle. Die Basler stehen nach der 29:30-Heimniederlage gegen Willisau ebenfalls  bereits unter Zugzwang.

Baden – Kreuzlingen 31:22 (14:8)

Sporthalle Aue. – 450 Zuschauer. – Sr. Maier/Henning.

Strafen: je 6-mal 2 Minuten.

Baden: Kropf/Graf; Eggenschwiler (3), Hügli (1), Kuhn, Meier (2), Navarin (7), Reichlin (5), D. Schmid (1), T. Schmid, Schoch, Wassmer, Weber (8), Wiederkehr (4).

Kreuzlingen: Buff/Greiner; Briegmann (2), Eblen (2), Fehr, Fekete (4), Fülöp (5/2), Gacsalyi (2), Gross (2), Kappenthuler, Müller, Runge (1), Schramm (4), Schweikhardt.

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