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Trockenen Fusses in die Boote

Kreuzlingen – Mit einem kleinen Festakt haben Ruder- und Paddelclub Kreuzlingen am vergangenen Samstag die neue gemeinsame Steganlage bei der Surferwiese eröffnet.

Gleich nach der Eröffnung der neuen Steganlage herrschte bereits geschäftiges Treiben. (Bild: Martens)

Gleich nach der Eröffnung der neuen Steganlage herrschte bereits geschäftiges Treiben. (Bild: Martens)

Zwei Jahre hatten Planung, Finanzierung und Ausführung der Arbeiten gedauert, doch jetzt – pünktlich zu Beginn der Wassersportsaison auf dem Bodensee und zum 25-jährigen Bestehen des Ruderclubs – können die Kreuzlinger Ruderer und Paddler den schwimmfähigen Steg nutzen. Damit ist es den Wassersportlern künftig auch bei schwankenden Wasserständen möglich, trockenen Fusses in und aus ihren Booten zu steigen. 30000 Franken wurden dafür investiert, wobei ein Grossteil durch Sponsoren abgefedert werden konnte.

Silvan Derungs, Verantwortlicher Leistungssport beim Ruderclub, und Vereinsmitglied Pascal Horni konnten zur Eröffnung neben zahlreichen Gästen auch Stadträtin Dorena Raggenbass, Walter Gygli, Präsident des Paddelclubs Kreuzlingen, sowie als Sponsorenvertreter den Leiter des Thurgauer Sportamtes, Peter Bär, Reto Oberhänsli vom Sportnetz Kreuzlingen, Hans-Jörg Schoop von der TKB-Kreuzlingen und den Direktor der Technischen Betriebe Kreuzlingen, Guido Gross, begrüssen.

Ruderer als «treibende Kraft»
«Der alte Steg lag zu wenig tief im Wasser, immer wieder gab es Bootsschäden», wiesen Derungs und Horni auf die Notwendigkeit einer neuen Anlage hin. Walter Gygli von den Paddlern dankte dem Ruderclub, der Ideengeber und die «treibende Kraft» gewesen sei: «Dieser Steg ist ein Gemeinschaftswerk zweier Vereine, die das gleiche Bedürfnis haben, nämlich die kritische Stelle zwischen Wasser und Land zu überwinden.» Im 80. Jahr seines Bestehens könne nun auch der Paddelclub seinen 80 Mitgliedern eine gute Infrastruktur bieten.

Auf das Miteinander der beiden Vereine hob auch Peter Bär vom kantonalen Sportamt ab, das den Bau mit einem finanziellen Zuschuss unterstützt hatte. Es seien aber keine Steuergelder geflossen, sondern Mittel aus dem Swisslos-Fond. «Da Ruderer und Paddler so gut zusammengearbeitet hatten, habe ich mehr als das Minimum gegeben», möchte Bär auch andere Vereine zu mehr Kooperation motivieren. Stadträtin Raggenbass lobte ebenfalls die Zusammenarbeit und gute Planung. Ruderclub und Paddelclub seien vorbildliche «Brückenbauer». Und das Sportnetz habe sich gemäss Präsident Reto Oberhänsli «sehr gerne entschieden», einen finanziellen Beitrag zu leisten.

Das Geld bleibt übrigens weitgehend in Kreuzlingen, schliesslich wurde der Steg durch die Firma Neuweiler erstellt. Sechs Wochen hatte sie für die Alukonstruktion gebraucht.

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